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Bergbad beherbergt rund 800 Gäste

Zwei Tage Zeltstadt

BÜCKEBURG. Für viele der Aktiven und Betreuer ist es der Höhepunkt eines jeden Wettkampfjahres kurz vor der Sommerpause: Für zwei Tage sind sie zu Gast beim Internationalen Bergbad-Pokal-Schwimmfest. In dieser Zeit verwandelt sich die große Liegewiese rund um das Sportbecken, auf der sich sonst Badenixen und Sonnenanbeter auf ihren Liegehandtüchern aalen, in eine gigantische Zeltstadt. Knapp 500 Aktive zählt das Schwimmfest in diesem Jahr, dazu kommen noch einmal rund 300 Trainer, Richter, Kampfrichter, Eltern und Betreuer. „Und bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen zelten die alle bei uns im Bergbad“, so Schwimmfest-Cheforganisator Ralph Seele, stellvertretender Vorsitzender der Schwimmabteilung des VfL Bückeburg.

veröffentlicht am 12.06.2016 um 20:49 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 13:22 Uhr

Selbst die Mitglieder SSF Obernkirchen, somit die Teilnehmer mit dem kürzesten Anfahrtsweg, genießen von ihrem Zelt auf dem höchsten Punkt der Liegewiese den Rundumblick auf Wettkampfgeschehen und Wesergebirgskette. Es hat schon seinen Grund, weshalb der in diesem Jahr zum 37. Mal ausgetragene Bergbad-Pokal unter Schwimmsportlern einen guten Ruf genießt. „Die Stimmung, die Atmosphäre in der Zeltstadt und das unglaublich schöne Landschaftspanorama, das ist einfach eine einmalige Mischung“, so die einhellige Meinung beim SF Unna, eines der dienstältesten Vereine beim Bergbad-Pokal. Und „Bückeburg 2016 wird heiß!“ heißt es auf den T-Shirts der Mitglieder des SC Altwarmbüchen.

Dass vor allem die Niederlande mit gleich sieben Vereinen wieder einmal stark vertreten sind, liegt an der langen und intensiven Verbindung zum Verein Van Vliet Barracuda aus Bückeburgs Partnerstadt Zuidplas. „Von dort sind viele Aktive durch Beruf, Studium oder Umzug zu anderen Vereinen gewechselt und besuchen jetzt mit denen den Bergbad-Pokal“, berichtet Seele.

Als größtes Team ist einmal mehr die SG Neukölln aus Berlin angereist, der Verein, in dem auch Weltstars wie Franziska Van Almsick, Britta Steffen, Cathleen Rund und Oliver Wenzel aktiv waren. Es ist eine echte Herzensverbindung, die den großen Hauptstadtverein und den VfL Bückeburg seit Jahrzehnten aneinander schweißt: Mit zwei Siebeneinhalbtonner sind die Berliner nach Bückeburg gekommen, und ihr riesiges Zeltdorf gruppiert sich wieder rund um das Kinderplanschbecken: ein exterritoriales Berliner Gebiet sozusagen, mit eigenem Wasser- und Stromanschluss. Aber 80 Kinder wollen schließlich auch erst einmal versorgt werden.

Dass sich die Versorgung für die Organisatoren und Helfer vergleichsweise unkompliziert gestaltet, hat einen einfachen Grund: „Viele Vereine verpflegen sich selbst, da sie bei uns im Bergbad grillen dürfen“, so Seele, der auch stellvertretender Betriebsleiter des Bergbades ist. Möglich sei dies, weil auf die Vereine Verlass sei, die Liegewiese nach den zwei Tagen Schwimmfest picobello aufgeräumt und sauber zurückzulassen. „Andernfalls müssten wir hier andere Regelungen treffen.“jp




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