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„Wahrscheinlich wird es Mai werden“

Auebrücke: Rutschfeste Beschichtung fehlt noch immer

HEESSEN. Seit Monaten ist die südlich der Straße „Im Wiesengrund“ in Heeßen gelegene kleine Auebrücke nun schon gesperrt. Grund sind die an dem Bauwerk durchzuführenden Sanierungsarbeiten.

veröffentlicht am 01.04.2019 um 17:05 Uhr
aktualisiert am 01.04.2019 um 17:50 Uhr

Wetterbedingt kann die Sanierung der Auebrücke nach Aussage des „StoLa“-Geschäftsführers Ulrich Stoewer derzeit noch nicht zum Abschluss gebracht werden. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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HEESSEN. Die kleine Auebrücke, die am südlichen Ende der Straße „Im Wiesengrund“ über die durch Heeßen fließende Bückeburger Aue führt, ist entgegen der ursprünglichen Planung der Gemeinde immer noch gesperrt. Grund hierfür ist die bislang nicht abgeschlossene Sanierung des Bauwerks.

Das im Rahmen der Instandsetzung noch erforderliche Aufbringen des rutschhemmenden Belags, mit dem die Trägerplatte der Brücke beschichtet wird, zieht sich länger hin als erwartet. Das berichtet Bernd Schönemann, der Gemeindedirektor, auf Anfrage. Dabei macht er deutlich, dass er inzwischen „überhaupt kein Verständnis mehr“ dafür habe, dass die bereits im vergangenen Jahr begonnene Instandsetzung noch nicht zu Ende gebracht worden ist. Dies habe er auch schon dem für die Beschichtungsarbeiten zuständigen Unternehmen mitgeteilt.

Schönemann zufolge hat dieses Unternehmen ihm gegenüber als Begründung für die noch nicht fertiggestellte Beschichtung angeführt, dass für diese Arbeiten beständiges Wetter ohne nächtliche Minustemperaturen erforderlich sei. Das Argument Witterung will er jedoch nicht mehr gelten lassen, denn schon seit Dezember stehe auf der Auebrücke ein „Zelt“ als Wetterschutz für ebendiese Beschichtungsarbeiten und mittlerweile habe man „definitiv keine Minusgrade mehr“, erklärt der Gemeindedirektor.

Am Auewanderweg in Heeßen weisen Schilder darauf hin, dass die Auebrücke gesperrt ist. Foto: wk

Daher ist die Firma laut Schönemann nun auch vom Ingenieurbüro Harmening (Bückeburg), das im Auftrag der Gemeinde Heeßen mit der Planung der Brückensanierung befasst ist, aufgefordert worden, die noch ausstehenden Arbeiten kurzfristig durchzuführen.

Hierzu erläutert Ulrich Stoewer, Geschäftsführer der StoLa Industriefußboden GmbH & Co. KG, es sei aus klimatischen Gründen „in absehbarer Zeit nicht lösbar“, die noch fehlende Endbeschichtung aufzubringen. Voraussetzung dafür seien nämlich Außentemperaturen von mindestens um zehn Grad, auch die Nacht über. Andernfalls bestehe die Gefahr, dass die rutschfeste Epoxidharz-Beschichtung nicht richtig aushärtet. „Wahrscheinlich wird es Mai werden, bis wir es machen können“, prognostiziert der Diplom-Ingenieur („Wir hatten heute Morgen ein Grad plus.“). Bis dahin, so eine Überlegung Stoewers, könnte die Auebrücke aber durchaus wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden; gegebenenfalls mit einem Hinweisschild, gemäß dem das Betreten der Brücke wegen der noch fehlenden rutschhemmenden Beschichtung auf eigene Gefahr erfolge. Diesen Vorschlag will er der Gemeinde jedenfalls unterbreiten.

Lediglich für das Aufbringen der Endbeschichtung müsse die Brücke dann nochmals für zwei Tage gesperrt werden, so Stoewer.




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