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Gemeinde fordert keine Nachbesserung

Bevölkerung findet falsche Leuchtmittel genau richtig

AHNSEN. Im Zuge der Umrüstung der Ahnser Straßenbeleuchtung hat das ausführende Unternehmen in einigen Gemeindestraßen zum Teil Leuchtmittel mit einer von der Bestellung abweichenden Lichtfarbe installiert. Ob dies so akzeptiert werden sollte, darüber gab es bei der Sitzung des Gemeinderates unterschiedliche Ansichten.

veröffentlicht am 19.02.2019 um 14:50 Uhr
aktualisiert am 19.02.2019 um 17:20 Uhr

Die Lichtfarbe der in Ahnsen modernisierten Straßenlampen ist Thema bei der Sitzung des Gemeinderats gewesen. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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AHNSEN. Nach einer erneut kontroversen Debatte über die Lichtfarbe der Straßenbeleuchtung hat der Rat der Gemeinde Ahnsen nun mehrheitlich entschieden, auf eine Nachbesserung der mit falschen Leuchtmitteln bestückten Lampen zu verzichten.

Aufgekommen war diese Frage bereits im Herbst vergangenen Jahres, weil das von der Verwaltung mit der Umrüstung der Straßenlampen auf energiesparende LED-Technik beauftragte Unternehmen bei einigen Lampen „warmweiße“ Leuchtmittel (3000 Kelvin) statt der bestellten „neutralweißen“ Leuchtmittel (4000 Kelvin) eingebaut hatte. Zur Erinnerung: An sich sollten gemäß Ratsbeschluss vom Mai 2018 nur die an den innerörtlichen Kreis- und Landesstraßen stehenden Straßenlampen sowie die beiden Laternen vor dem Dorfgemeinschaftshaus neutralweißes Licht aussenden, alle anderen Straßenlampen (Gemeindestraßen) sollten dagegen warmweiß scheinen.

Die Entscheidung über die Frage einer etwaigen Nachbesserung hatte der Gemeinderat im Herbst allerdings vertagt, um sich die entstandene Beleuchtungssituation erst noch den Winter über in Ruhe anschauen zu können. Daher also kam das Thema jetzt noch einmal auf die Tagesordnung, wobei die Empfehlung der Verwaltung eindeutig war: „Da seitens der Bevölkerung keine negativen Rückmeldungen eingegangen sind, sondern diese Lampen als positiv empfunden werden, sollte der Istzustand so beibehalten werden“, hieß es in der Tischvorlage.

Die Leuchtmittel mit 4000 Kelvin seien eine „gute Sache“, da deren Licht doch ein bisschen heller sei, befand auch Robert Pavlista, der Sprecher der CDU-Ratsfraktion. Daher sollte man diese so belassen.

Frank Struckmeier (SPD) hatte dazu eine andere Meinung. Er bezeichnete die von dem Unternehmen installierte falsche Lichtfarbe als einen Mangel, der behoben werden müsse. Hinsichtlich der betroffenen Gemeindestraßen, in denen die Straßenlampen unterschiedliche Lichtfarben haben, nannte er exemplarisch die Schulstraße, die Kornstraße und die Straße Am Sportplatz.

Harald Niemann, der Bürgermeister der Gemeinde Ahnsen, merkte hierzu indes an, dass der Unterschied zwischen den beiden Lichtfarben nicht so wahrgenommen werde. Er plädierte daher dafür, den ursprünglichen Ratsbeschluss, mit dem die zu bestellenden Lichtfarben festgelegt worden waren, dergestalt rückgängig zu machen, dass der Status quo mit der jetzigen Ausstattung der Lampen hinzunehmen sei. Bei der Abstimmung votierte das „Ortsparlament“ mit sechs Ja-Stimmen bei einer Gegenstimme (Struckmeier) für Niemanns Beschlussvorschlag.




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