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Endausbau „Am Golfplatz“

Bürgermeister: „Druck ausüben!“

LUHDEN. Seit 13 Jahren ist der Straßenendausbau im Luhdener Neubaugebiet „Am Golfplatz“ überfällig. Die Anwohner des Gewerbegebietes sind hierüber massiv verärgert und haben sich deshalb schriftlich bei der Gemeinde beschwert. Nun hat sich Rüdiger Schmidt, der Bürgermeister des Dorfes, zu diesem Thema geäußert und sich dabei auf die Seite der Beschwerdeführer gestellt.

veröffentlicht am 19.10.2018 um 14:27 Uhr

Der bislang noch nicht erfolgte Endausbau der Straße ist für die Anwohner des Neubaugebietes „Am Golfplatz“ ein großes Ärgernis. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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LUHDEN. Voraussichtlich im März 2019 soll es mit dem nun schon seit 13 Jahren überfälligen Straßenendausbau im Luhdener Neubaugebiet „Am Golfplatz“ losgehen. Und noch 2019 soll die bislang nur provisorisch angelegte Straße dann auch komplett fertig werden.

So jedenfalls hat es Lutz Ahner, Geschäftsführer der für die Erschließung des Areals zuständigen Racket-Club GmbH Langenhagen, im Gespräch mit dieser Zeitung angekündigt. Zuvor hatten die Anwohner des Gebietes ihrer massiven Verärgerung über den bislang nicht erfolgten Endausbau der Straße mit einem gemeinsamen Beschwerdeschreiben Ausdruck verliehen (wir berichteten).

„Ich verstehe die Anwohner vollkommen“, stellt sich Bürgermeister Rüdiger Schmidt auf die Seite der Beschwerdeführer. „Passieren muss da definitiv etwas. Wir können das so nicht weiter hinnehmen.“ Zumal solch eine alte Baustraße abschreckend auf mögliche Interessenten für die noch freien Grundstücke wirke.

Ob er denkt, dass die monierte Straße im Jahr 2019 tatsächlich fertig gestellt werden wird? Er wolle das wohl glauben, dass Ahner diesbezüglich Wort halte, sagt Schmidt. Denn er habe das Gefühl, dass durch die aktuelle Berichterstattung „Bewegung“ in diese Angelegenheit gekommen sei. Trotzdem sei die Fraktionsgruppe „CDU- Bündnis90/Die Grünen“ im Luhdener Gemeinderat der Meinung, dass die Verwaltung der Gemeinde Luhden und die Samtgemeinde Eilsen in dieser Frage mehr „Druck“ auf Ahner respektive die Racket-Club GmbH Langenhagen ausüben müssen.

In diesem Kontext merkt Schmidt an, dass es für Racket-Club als Erschließungsträger allerdings schwierig werden dürfte, im Rahmen einer Ausschreibung des Bauvorhabens „billige Angebote“ von den Straßenbauunternehmen zu erhalten. „Denn der Straßenbau boomt“.

Was er über die Sorge mancher Grundstückseigentümer unter den Anwohnern des Neubaugebietes denkt, die befürchten, bei einem „möglichen Ausfall der Leistungserbringung durch Racket Club von der Gemeinde Luhden für den Endausbau der Straße zur Kasse gebeten zu werden? So lange er hier Bürgermeister sei, würde er dafür eintreten, dass die Anwohner für diese Straße „nicht noch mal bezahlen“ müssen. Soll heißen: Erworben haben diese vollerschlossene Grundstücke.

Bei der nächsten Sitzung des Rates wird das Thema Straßenendausbau „Am Golfplatz“ laut Schmidt definitiv auf der Tagesordnung stehen. Offen ist allerdings noch der genaue Termin, an dem die Versammlung stattfindet.




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