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Würdigung des ehrenamtlichen Engagements

Bundesverdienstkreuz am Bande für Christel Bergmann

BAD EILSEN. Eine besonders hohe Ehre wird Bürgermeisterin Christel Bergmann zuteil. Bundespräsident Walter Steinmeier hat ihr wegen ihres sozialen und ehrenamtlichen Engagements das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Der Termin, wann das Bundesverdienstkreuz offiziell übergeben wird, steht noch nicht fest.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 12:03 Uhr

Christel Bergmann. Foto: möh

Autor:

Cord Heinrich Möhle
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BAD EILSEN. Der TSV hat die engagierte Bürgermeisterin für diese Ehrung vorgeschlagen. Sportwart Dr. Stefan Fischinger ist mehr als erfreut, dass aus dem Wunschdenken nun Realität geworden ist. Christel Bergmann gehört dem Verein seit etwa 40 Jahren an und leitet seit einigen Jahren als zweite Vorsitzende auch dessen Geschicke. Bergmann zeigte sich sichtlich überrascht und auch recht stolz, als Fischinger während der Jahresversammlung des Luhdener SV die an diesem Abend unerwartete Botschaft erstmals offiziell verkündete. Die Versammlung reagierte mit Standing Ovations, als der Sportwart des TSV Bad Eilsen aufstand und erklärte: „Wir haben mit Christel Bergmann heute Abend eine Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande in unseren Reihen. Und Christel hat für ihr ehrenamtliches Engagement auf vielen Ebenen diese Ehrung auch mehr als verdient.“

Die Bad Eilser Bürgermeisterin ist seit vielen Jahren für die SPD kommunalpolitisch im Gemeinderat Bad Eilsen und im Samtgemeinderat Eilsen aktiv. Zur Bürgermeisterin im Kurort wurde sie im Jahre 2008 gewählt und bei den nächsten Kommunalwahlen in 2011 und in 2016 in ihrem Amt bestätigt. Im politischen Bereich ist sie ferner seit geraumer Zeit stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Eilsen.

Seit 40 Jahren gehört Bergmann dem Sportverein an. Zunächst begann sie ihre „Laufbahn“ als Übungsleiterin. Nach und nach übernahm sie immer mehr Verantwortung, bis sie dann zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde. Da der Posten des Vorsitzenden seit Jahren vakant ist, ist Bergmann als offiziell „zweite Kraft“ dennoch „Chefin“ des Vereins und, so Sportwart Fischinger, immer zur Stelle, wenn sie benötigt wird. Diesen außergewöhnlichen Einsatz nahm der Sportverein zum Anlass, Bergmann für das Bundesverdienstkreuz vorzuschlagen.

Das Bundesverdienstkreuz ist die offizielle Auszeichnung der Bundesrepublik, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt wurde. Der Orden wird seit 1951 verliehen und kam durch eine Stiftung des damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuß zustande. Und noch immer ist der Bundespräsident für die Verleihung zuständig.

Im Bundespräsidialamt existiert eine Ordenskanzlei, die sich speziell mit den Vorschlägen für eine Verleihung beschäftigt. Insgesamt gibt es acht Varianten des Bundesverdienstkreuzes. Die unterste Stufe ist die Verdienstmedaille, die höchste ist die Sonderstufe des Großkreuzes. Grundvoraussetzungen für die Verleihung sind die Vollendung des 40. Lebensjahres, ein tadelloser Leumund und wirklich außergewöhnliche Leistungen.




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