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Eröffnungsbilanz der Gemeinde Buchholz vorgestellt

„Das ist Champions-League“

BUCHHOLZ. Mit einer Bilanzsumme in Höhe von rund 3,436 Millionen Euro wartet die Eröffnungsbilanz der Gemeinde Buchholz auf. Wie hoch der Anteil der darin enthaltenen Vermögenswerte ist, und wie es in Sachen Schulden und Eigenkapital aussieht, hat ein Diplom-Volkswirt erläutert.

veröffentlicht am 11.01.2019 um 12:18 Uhr

Der Diplom-Volkswirt Sandy Baake erklärte die Eröffnungsbilanz. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Gut Ding will Weile haben, darf man wohl sagen: Nach Jahren des Wartens, ist dem Rat der Gemeinde Buchholz endlich deren Eröffnungsbilanz mit Stichtag 1. Januar 2012 präsentiert worden. Also jenes Haushaltsjahres, in dem die Haushaltswirtschaft der Kommune auf die sich am kaufmännischen Rechnungswesen orientierende „doppelte Buchführung in Konten (Doppik)“ umgestellt worden ist. Da das Zahlenwerk nach Information von Svenja Edler, Kämmerin der Samtgemeinde Eilsen, derzeit jedoch noch vom Rechnungsprüfungsamt geprüft wird, gibt dies nur einen vorläufigen Überblick über die Vermögenswerte sowie die Schulden und das Eigenkapital der Gemeinde: „Die Zahlen werden sich verändern, eher noch verbessern“, konkretisierte sie bei der Ratssitzung.

Ins Detail ging dann Sandy Baake, Diplom-Volkswirt und Seniorberater des auf die Beratung öffentlicher Verwaltungen und Betriebe spezialisierten Unternehmens Petersen & Co. (Tangstedt). Demnach beträgt die Bilanzsumme rund 3,436 Millionen Euro. Auf der Aktiva-Seite sind gut 1,765 Millionen Euro Anlagevermögen (etwa Gebäude und Straßen) und circa 1,671 Millionen Euro Umlaufvermögen ausgewiesen. Dem stehen auf der Passiva-Seite etwas mehr als 2,506 Millionen Euro Eigenkapital sowie - jeweils gerundet - 769280 Euro Sonderposten (Zuschüsse), 154141 Euro Rückstellungen und 6363 Euro Schulden gegenüber.

51,4 Prozent Anlagevermögen, 72,9 Prozent Eigenkapital und nur 0,2 Prozent Schulden - „das ist Champions-League“, betonte Baake.

Weiter erklärte er, dass bei der Doppik auch Abschreibungen ausgewiesen werden. Bei im Eigentum einer Gemeinde stehenden Straßen werde vom Land Niedersachsen in der Regel eine Nutzungsdauer von 25 Jahren vorgegeben, über die der Vermögenswert linear abzuschreiben ist. Bei Gebäuden indes seien es 90 Jahre, während bei unbebauten Grundstücken keine Abschreibung erfolge.

Bezogen auf die Gemeinde Buchholz bezifferte Baake den zum Stichtag 1. Januar 2012 ermittelten Buchwert des abnutzbaren Vermögens auf insgesamt rund 1,317 Millionen Euro. Den bis zu diesem Stichtag errechneten Abschreibungsaufwand (knapp 1,252 Millionen Euro) hinzugerechnet, habe das Anlagevermögen ursprünglich mal circa 2,569 Millionen Euro gekostet. Vor dem genannten Stichtag bereits vollständig abgeschriebene Vermögenswerte seien in der Eröffnungsbilanz übrigens nicht enthalten.

Apropos: Den rund 1,317 Millionen Euro abnutzbares Vermögen stehen 716018 Euro aufzulösende Sonderposten gegenüber, führte der Diplom-Volkswirt weiter aus. Oder anders formuliert: „54 Prozent des abnutzbaren Vermögens betragen die aufzulösenden Sonderposten“ - das seien ebenfalls „Bestwerte“, resümierte er.

Dies alles seien „tolle Zahlen“, bestätigte Edler. Ziel sei es nun, als nächstes auch den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2012 zu erstellen.




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