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Modernere Gottesdienste für junge Erwachsene

Dialog der Kirchengemeinde zeigt Wünsche nach Neuem auf

BAD EILSEN. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen sind mit den Aktivitäten innerhalb ihrer Kirche sehr zufrieden, wünschen sich aber eine modernere Form der Gottesdienste.

veröffentlicht am 18.02.2019 um 11:31 Uhr
aktualisiert am 18.02.2019 um 17:00 Uhr

Heinz Wischnat trägt die Ergebnisse des Erfahrungsaustauschs in seiner Tischgruppe vor. Fotos: gn

Autor:

Gabi Nachstedt
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BAD EILSEN. Die Mitarbeiter der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen sind mit den Aktivitäten innerhalb ihrer Kirche sehr zufrieden, wünschen sich aber eine modernere Form der Gottesdienste. Das ergab ein Erfahrungsaustausch, zu dem im Rahmen ihrer Visitationen Landesbischof Karl-Hinrich Manzke und Superintendent Burkhard Peter eingeladen hatten.

Mit dabei waren auch die Pastoren Hendrik Blank und Felix Nagel sowie aus der Nachbargemeinde Steinbergen Pastor Stephan Strottmann. Es galt, die Fragen zu klären, was innerhalb der Gemeinde bereits gut läuft und was noch verbesserungsfähig ist. Die Veranstaltung im Gemeindesaal an der Friedrichstraße war gut besucht von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern der Kirchengemeinde Bad Eilsen, darunter die Erzieherinnen der Kindertagesstätten „Sinai“ und „Emmaus“, Vertreter des gemischten Chores und der Jugendgruppe Teamer-Turm-Treff.

Landesbischof Manzke wollte von den Mitarbeitern zweierlei wissen: „Worüber bin ich froh, wenn ich an meine Gemeinde denke?“ Und: „Was darf oder muss sich ändern?“ Die Teilnehmer dieses Abends hatten rund eine halbe Stunde Zeit, um sich darüber in Gruppen Gedanken zu machen. Während dieser Zeit zog sich das Visitationsteam aus dem Gemeindesaal zurück.

Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke im Dialog mit Mitarbeitern der Kirchengemeinde Bad Eilsen. Foto: gn

Mit besonderem Dank an den Diakon der Gemeinde, Ingmar Everding, wurde von allen Gruppen die außergewöhnlich gute Jugendarbeit gelobt. Die Mitarbeiter sind stolz auf die gute Zusammenarbeit untereinander und die Möglichkeiten, vom Kleinkindalter an bis hin zu den Senioren Angebote innerhalb einer lebendigen Kirche anzubieten. Viele kirchliche Mitarbeiter erleben die Gemeinde als einen Ort des Vertrauens, einer starken Gemeinschaft und einer Heimat für ihre Gefühle.

Es wurde große Zufriedenheit geäußert, dass die Stelle des zweiten Pastors mit Felix Nagel so schnell wieder besetzt werden konnte. Auch der Gottesdienst „Nachtleuchten“ am Sonntagabend wurde ausdrücklich gelobt. Diese modernere Form ohne strenge Liturgie wird von einem Team vorbereitet und bietet den Besuchern eine Form des Innehaltens und Kraftschöpfens.

Wichtig ist vielen Mitarbeitern auch die Musik, für die innerhalb der Kirchengemeinde Bad Eilsen viele Gruppen verantwortlich zeichnen. Da wären der gemischte Chor, der Gospelchor, die Jugendband und der Posaunenchor.

Auch die Neuerung in der Christuskirche, nach dem Gottesdienst einen Plausch bei einer Tasse Kaffee anzubieten, wurde begrüßt. Auf die Frage nach Veränderung wünschten sich viele Mitarbeiter einen der Zeit angepassten Gottesdienst, der zwar nicht alle Traditionen über Bord wirft, aber mit moderneren Liedern und einer frischeren Liturgie auch die Gottesdienstbesucher zwischen 30 und 40 Jahren stärker anspricht. In Luhden sollte der Gottesdienst öfter stattfinden, nicht nur einmal im Monat, hieß es. Die Mitarbeiterinnen aus dem Hortbereich wünschen sich Angebote seitens der Kirche auch für den Nachmittag. Und für die Kinder im Grundschulalter müsste es mehr Aktionen geben.

Manzke und Peter notierten diese Anregungen in einem Protokoll, das bereits am Dienstag dem Gemeindekirchenrat und dem Vorstand vorgelegt werden soll. Er bat aber auch gleichzeitig um etwas Zeit und Geduld für die Umsetzung der Wünsche.




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