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Arbeit der Atemschutzgeräteträger immens wichtig / Kameraden befördert / Termine der Ortswehr

Die eigenen Grenzen nicht überschreiten

LUHDEN. Zwölf der insgesamt 28 Atemschutzgeräteträger in den vier Ortswehren in der Samtgemeinde Eilsen gehören der Feuerwehr in Luhden an. Während der Jahreshauptversammlung im Saal der Gastwirtschaft Thies wurde deutlich, wie hart diese Kameraden, die in der Regel als Erste in ein brennendes Haus gehen, trainieren müssen, um Gefahren für sich selbst zu minimieren. Acht Brandschützer der Wehr wurden jetzt befördert.

veröffentlicht am 07.01.2019 um 15:43 Uhr
aktualisiert am 07.01.2019 um 17:10 Uhr

Stellvertretender Ortsbrandmeister Frank Wolf (links) und Gruppenführer Marcus Struckmeier (rechts) mit den in diesem Jahr während der Jahreshauptversammlung im Saal Thies beförderten Kameraden. Foto: möh
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LUHDEN. Von den aktuell 28 Atemschutzgeräteträgern in den Reihen der vier Ortsfeuerwehren in der Samtgemeinde verfügt die Wehr Luhden allein über zwölf. Das sind zwei weniger als im Jahr 2017. Entsprechend legen die Brandschützer Wert auf die Fort- und Weiterbildung dieser Kameraden, die in der Regel als Erste in ein brennendes Haus hineingehen. Zudem sei „Feuer nicht gleich Feuer“, erklärte Atemschutzgerätewart Daniel Bölsing während der Jahresversammlung der Ortswehr Luhden im Saal der Gastwirtschaft Thies. Daher müsse die Wehr recht vorsichtig bei den Einsätzen sein.

Keiner wisse genau, wie nahe ein Feuerwehrmann an ein brennendes Auto herantreten könne, ohne körperlichen Schaden zu nehmen. Außerdem sei es zunächst fraglich, welche Schadstoffe im Rauch vorhanden seien. Und schließlich würden immer mehr reine Elektroautos mit ihren speziellen Batterien auf den Straßen unterwegs seien und niemand wisse, wie die Wehr sich im Brandfall hier optimal verhalten solle.

Bölsing berichtete der Versammlung von einem Training in einem Brandübungshaus in Lemgo. Dabei seien die Kameraden bei einem „Innenangriff“ bis zu 500 Grad Celsius ausgesetzt gewesen. Zudem seien den Brandschützern aber auch die Grenzen aufgezeigt worden, die man nicht ohne Gefahr für das eigene Leben überschreiten dürfe.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank Wolf und Gruppenführer Marcus Struckmeier beförderten Dennis Rösener und Tom Beckmann zu Feuerwehrmännern. Die Ernennung zum Hauptfeuerwehrmann erhielten Dirk Held, André Hartmann und Steffen Jonaitis. Mit dem Dienstgrad Löschmeister dürfen sich nun Jens Rahe und Daniel Bölsing schmücken, und zum Hauptlöschmeister wurde Thorsten Lange befördert.

Die Kasse der Ortsfeuerwehr ist bestens geführt, teilte Kassenprüfer Hartmut Büscher der Versammlung mit und lobte gleichzeitig die Arbeit des Kassierers Mirco Metzner. Zum zweiten Kassenprüfer wählte die Versammlung Lutz Gräber, der im nächsten Jahr Hartmut Büscher unterstützen soll.

Die Brandschützer haben im vergangenen Jahr Funkfernbedienungen erhalten, damit sie bei der Rückkehr von einem Einsatz die Tore des Feuerwehrhauses vom Fahrzeug aus öffnen können. Außerdem bekamen sie eine neue Schaumpistole. In 2018 erhält die Wehr eine Fertiggarage, in der der „Ölanhänger“, den der Landkreis zur Verfügung stellte, untergebracht werden soll. Um Kosten sparen zu können, hat die Wehr bei anfallenden Arbeiten Eigenleistung zugesagt.

Die Ortsfeuerwehr, die im vergangenen Jahr kurz davor stand, beim Osterfeuer ein finanzielles Minus einzufahren, wird auch in diesem Jahr die Traditionsveranstaltung organisieren. Aber, so der stellvertretende Ortsbrandmeister Wolf: „Wir wollen jetzt das finanzielle Risiko minimieren und werden uns noch Gedanken über die Art und Weise des Feuers machen.“ Die Feuerwehr zeichnet zudem wieder verantwortlich für das Maibaumfest, das am 30. April rund um das Feuerwehrgerätehaus stattfindet. Aber erst einmal schreddert die Wehr die ausgedienten Weihnachtsbäume aus der Gemeinde. Diese Aktion findet am Samstag, 12. Januar, um 10 Uhr am Feuerwehrgerätehaus statt. möh




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