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Bei den Platanen im Kurpark platzt die Borke ab

„Die Rinde ist schon was Besonderes“

BAD EILSEN. Unter den vielen unterschiedlichen Baumarten, die Spaziergänger im Bad Eilser Kurpark bestaunen können, fallen die dort stehenden Platanen vom Erscheinungsbild her vor allem dadurch auf, dass diese ihre Rinde abwerfen. Genauer gesagt, platzt bei diesen Laubbäumen die alte, dunkle Borke großflächig ab, wobei darunter dann ein junges, helles „Rindenkleid“ zum Vorschein kommt.

veröffentlicht am 16.10.2018 um 17:37 Uhr

Erinnert an abstrakte Kunst: das „Rindenkleid“ der Platane. Foto: wk
Michael_Werk

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Ein Krankheitszeichen ist dieses Phänomen jedoch nicht. Vielmehr schält sich die Borke infolge des Dickenwachstums der Platanen von deren Stamm ab.

In diesem Jahr haben die Platanen ein „ordentliches Dickenwachstum“ gehabt, berichtet Bertram Meyer, der Leiter des Bauhofes der Gemeinde Bad Eilsen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Baumarten seien die Platanen mit dem im Frühjahr recht nassen, im Sommer aber über Wochen trockenen Wetter gut klargekommen.

Die Blätter der Platane ähneln übrigens denen des Spitzahorns, dessen Blätter jedoch fünf- statt dreilappig sind. Allein schon daran kann man diese beiden auf den ersten flüchtigen Blick leicht zu verwechselnden Baumarten unterscheiden. Zudem bildet die Platane kugelige, behaarte Sammelfrüchte aus, die rund drei Zentimeter groß sind, wohingegen der Spitzahorn geflügelte Nüsschen als Früchte hat. Und dann ist da ja eben auch noch der sich in typischer Weise schälende Stamm der Platane, anhand dessen diese Art ebenfalls erkannt werden kann.

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„Die Rinde ist schon was Besonderes“, sagt Meyer. Wohl auch deshalb seien die Platanen seinerzeit im Kurpark gepflanzt worden. Bezogen auf ein im mittleren Bereich der gepflegten Anlage zu findendes, aus mehreren Exemplaren bestehendes Platanen-Ensemble schätzt der Bauhofleiter das Alter der Bäume auf 120 Jahre.




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