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Bogenschießen

Dirk Held tritt gegen Weltklasse-Sportler an

HEEßEN. Ein Experte in Sachen Bogenschießen ist Dirk Held noch nicht. Erst seit zwei Jahren betreibt er diesen anmutigen Sport, wobei er sich selbst als „guten Bogenschützen“ einstuft. Doch in den kommenden Wochen stehen für den 29-jährigen Heeßer, der in der Bogenschützen-Sparte des Schützenvereins Todenmann trainiert, zwei internationale Wettkämpfe an, bei denen er sich mit Weltklasse-Bogenschützen messen wird

veröffentlicht am 19.10.2018 um 13:39 Uhr

Bei gleich zwei internationalen Wettbewerben im Bogenschießen tritt Dirk Held an, um seine Pfeile dort möglichst mittig ins „Gold“ zu schießen. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Es sind das zur „Indoor World Series 2018“ gehörende „GT-Open“-Turnier in Luxemburg (23. bis 25. November) und das separate „Berlin Open“ in der deutschen Bundeshauptstadt (14. bis 16. Dezember).

Nachdem er in den vergangenen Jahren schon zweimal als Helfer bei ähnlichen Veranstaltungen („Hyundai Archery Worldcup in Berlin“) dabei gewesen sei, wolle er das besondere Flair solch großer Events nun auch mal als teilnehmender Sportler erleben, erklärt Held. Einen Startplatz bei den beiden Wettbewerben („da schießt die Weltelite“) zu erhalten, sei aufgrund der starken Nachfrage allerdings nicht leicht gewesen.

Große Chancen, in die jeweiligen Finale einzuziehen und am Ende möglicherweise ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen, räumt er sich jedoch nicht ein. Vielmehr zählt für ihn der sprichwörtliche olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“. Obwohl: „Ein Traum wäre es schon, dort in die Finale reinzukommen“, verrät Held. An entsprechendem Ehrgeiz will er es daher nicht mangeln lassen, zumal da er sich bei den Wettkämpfen „auf keinen Fall blamieren“ möchte.

Was seine Sportausrüstung betrifft, sieht sich der 29-Jährige übrigens gut aufgestellt. So schießt er mit einem hochwertigen Bogen, „wie ihn auch die Profis benutzen“. Rund 3500 Euro hat er aus eigener Tasche für seinen Sportbogen (Typ „Recurvebogen“) nebst Zubehör und Pfeilen bezahlt. Unabhängig davon würde er sich freuen, wenn sich Sponsoren finden, die seine Teilnahme an den beiden internationalen Wettkämpfen unterstützen. So etwa hinsichtlich der anfallenden Fahrt- und Übernachtungskosten.

„Ein bisschen wagemutig ist das schon – dafür muss man viel Selbstvertrauen haben“, kommentiert Wolfgang Dorn, Leiter der rund 85 Mitglieder (davon etwa 30 Aktive) zählenden Bogenschützen-Sparte des Schützenvereins Todenmann, den Ehrgeiz seines jungen Vereinskollegen. Denn bei diesen beiden Wettbewerben würden ja „ganz andere Größen“ antreten. Gleichwohl freut er sich mit Held, dass es diesem gelungen ist, einen Startplatz bei den beiden internationalen Turnieren zu ergattern. Und natürlich drückt er die Daumen, dass es dem 29-jährigen Heeßer gelingt, die Pfeile „alle ins Gold“ zu schießen. „Gold“ markiert auf den Ringscheiben der Bogenschützen nämlich die Mitte der Scheiben und bringt somit die höchsten Punktzahlen ein.

Was ihn am Bogenschießen reizt? Dass es ein Sport ist, bei dem man Konzentration und mentale Stärke („unter Druck Ruhe bewahren“) trainiert, erklärt Held. „Das hilft einem auch im Alltag weiter.“ Zudem handele es sich – außer bei Wettkämpfen – um einen „entspannten Sport“, bei dem man gut „abschalten“ könne.




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