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Doublette-Landesmeisterschaft im Kurpark Bad Eilsen

Drei Luhdener bei Boule-Großereignis unter den ersten vier

BAD EILSEN/LUHDEN. Nach überaus spannenden Wettkämpfen holte sich das Team Matthias Künnecke und Mika Everding die Doublette-Landesmeisterschaft des Pétanque-Verbandes Niedersachsen, die in Bad Eilsen ausgerichtet wurde.

veröffentlicht am 06.05.2019 um 12:18 Uhr
aktualisiert am 06.05.2019 um 16:10 Uhr

Zwischen den offiziellen Spielen suchen sich die Aktiven Bahnen, die gerade nicht bespielt werden, um noch ein bisschen trainieren zu können. Foto: möh

Autor:

Cord-Heinrich Möhle
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BAD EILSEN/LUHDEN. Es ist schon eine Mammutaufgabe, wenn es gilt, eine Landesmeisterschaft mit 172 Teams und 344 Teilnehmern zu organisieren und auch an einem Tag durchzuführen. Es funktionierte dann aber alles prächtig, und die Boule-Abteilung des Luhdener SV freute sich nicht nur über das Lob der Aktiven für die tolle Organisation, sondern auch darüber, dass Matthias Künnecke (Trainer der Luhdener Bouler) und Mika Everding, der den Sport in Luhden erlernte, sich die Doublette-Landesmeisterschaft des Pétanque-Verbandes holten. Sie gewannen das Endspiel mit 13:11 gegen Jonas Lohmann und Michael Vauth (beide aus Wiedensahl). Weitere zwölf Mannschaften qualifizierten sich bei diesem Turnier für die Deutsche Meisterschaft, die am 18. und 19. Mai in Berlin-Tegel ausgetragen wird.

Der Bad Eilser Kurpark genießt bei den Boule-Spielern in Niedersachsen einen sehr guten Ruf. Unbestritten wetteifert er mit dem Park in Bad Pyrmont um den Titel, wer denn das beste Ambiente für eine Meisterschaft bietet. Als es jetzt galt, den Doublette-Meister des Pétanque-Verbandes Niedersachsen zu ermitteln, war wieder der heimische Kurpark an der Reihe. Volker Viezens, Chef des Organisationsteams, freute sich, die 172 Zweier-Teams zur Landesmeisterschaft, die als Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft diente, begrüßen zu dürfen. Auch Wilfried Falke, Präsident des Landesverbandes, richtete ein Grußwort an die Sportlerinnen und Sportler.

In Bad Eilsen ging die Elite dieses Sportes an den Start. Bundesligaspieler, mehrfache deutsche Meister und auch Spieler, die schon Champions-League-Erfahrung haben, kämpften mit um die Landesmeisterschaft in Niedersachsen. Die vielen Zuschauer, die ebenfalls den Weg in den Kurpark gefunden hatten, bekamen überaus spannende Spiele zu sehen. Schon zu Beginn der Veranstaltung hatte Viezens die Bouleanlage im Englischen Garten „als Reserve“ im Auge, denn sie verfügt über eine Flutlichtanlage. Und siehe da, das Endspiel war auch erst gegen 0.15 Uhr beendet.

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Volle Konzentration ist gefragt, wenn ein Top-Ergebnis beim Boule erzielt werden will. Foto: möh

Auch wenn die Boule-Verantwortlichen des Luhdener SV schon einige Landesmeisterschaften im Bad Eilser Kurpark veranstaltet haben und somit über Routine verfügen, stellen diese Wettbewerbe trotzdem immer wieder hohe Anforderungen an die Organisatoren. Dieses bedeutete auch, dass die Luhdener – die erste Mannschaft spielt immerhin in der Niedersachsenliga – nicht als Akteure, sondern „nur“ als Helfer unterwegs waren.

Viezens: „Alle Boule-Spieler im Verein und noch weitere fleißige Hände haben uns geholfen.“ Immerhin waren im Vorfeld der Meisterschaft 80 Bahnen mit den vorgeschriebenen Maßen (zwölf mal drei Meter) im Kurpark abzustecken. Dank hatte er aber auch für die Gemeinde Bad Eilsen, die den Kurpark wieder einmal zur Verfügung stellte, für den Bauhof und für das Palais im Park sowie für die Samtgemeinde parat. Viezens: „Von allen, die wir angesprochen haben, gab es wieder unbürokratische Unterstützung.“

Übrigens: Nicht nur das Siegerteam, Matthias Künnecke und Mika Everding, die mittlerweile in der Bundesliga spielen, „gehört“ zu Luhden, sondern auch Michael Vauth aus der zweitplatzierten Mannschaft begann mit dem Sport in diesem Dorf, als sein Vater Pastor der dortigen Kirchengemeinde war. Viezens hatte das Team Künnecke/Everding bereits vor dem Wettkampf als mögliche Gewinner bezeichnet.




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