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Ahnser Jürgen Schmökel zum neuen Grünkohlkönig der Heeßer Schützen gekürt

Eine besondere Ehre

HEEßEN. „Einen völlig unpolitischen, aber sehr geschmackvollen Abend, auf dem gut und reichlich gegessen und getrunken und auf dem miteinander und nicht übereinander gesprochen wird“, kündigte Schützenvereinsvorsitzender Uwe Meier in der Begrüßung der Gäste beim Grünkohlessen an. Und es war auch eine Veranstaltung mit super Grünkohl von Thomas Hose und lecker Wurst und Fleisch von Peter Ewald.Uwe Meier, Chef des Vereins, verkündete, die Würfel seien gefallen, und rief Jürgen Schmökel aus Ahnsen zum neuen Grünkohlkönig aus.

veröffentlicht am 04.12.2018 um 10:13 Uhr
aktualisiert am 04.12.2018 um 16:53 Uhr

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Autor:

CORD-HEINRICH MÖHLE
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HEEßEN. „Einen völlig unpolitischen, aber sehr geschmackvollen Abend, auf dem gut und reichlich gegessen und getrunken und auf dem miteinander und nicht übereinander gesprochen wird“, kündigte Schützenvereinsvorsitzender Uwe Meier in der Begrüßung der vielen Gäste beim traditionellen Grünkohlessen des Vereins an. Und es war auch eine Veranstaltung mit super zubereitetem Grünkohl von Thomas Hose und leckerer Wurst und Fleisch von Peter Ewald. Die „Krönung“ des Treffens ließ dann auch nicht lange auf sich warten. Uwe Meier, nicht nur „Chef“ des Vereins, sondern auch Zeremonienmeister beim Kohlessen, verkündete, die Würfel seien gefallen, und er rief Jürgen Schmökel aus Ahnsen zum neuen Grünkohlkönig aus.

Die Entscheidung, wer denn nun den Titel des Königs bekommt, trifft Uwe Meier nicht allein, sondern ihm stehen mit Rudi Wecke und Reinhard Baule-Steinmeyer zwei langjährige Experten zur Seite. Bei der Wahl gibt es auch zwei unumstößliche Grundsätze. Denn: Wer einmal Grünkohlkönig war, erhält diese Auszeichnung nie wieder. Außerdem wird nur, wie der Titel „König“ schon aussagt, ein Mann auserkoren. Sollten diese Regeln einmal geändert werden, stehe er als Zeremonienmeister nicht mehr zur Verfügung, erklärte Meier entschieden.

Den neuen Grünkohlkönig – er erhielt als äußeres Zeichen seiner neuen Würde eine Königskette und einen Kohlstrunk – bezeichnete Meier als bodenständig und naturverbunden. Jürgen Schmökel sei in den Vorjahren immer wieder beim Kohlessen gewesen und habe jedes Mal gehofft, dass die Wahl nicht auf ihn falle. Nun habe er „es geschafft“ und gehöre jetzt zu Freunden des Wintergemüses, die genau wissen, dass sie auf keinen Fall wieder zum König ausgerufen werden. In die engere Wahl, so Meier, seien in diesem Jahr drei Kandidaten gekommen. Letztendlich habe sich aber Schmökel völlig verdient durchgesetzt.

Die neue Majestät Schmökel betonte, er habe mit dieser Auszeichnung keinesfalls gerechnet. Für ihn sei es dabei eine ganz besondere Ehre, Grünkohlkönig der Heeßer Schützen zu sein. Gleichzeitig hatte der neue Herrscher auch ein dickes Lob für die heimische Veranstaltung parat, denn er erklärte: „Hier fühlt man sich wohl, hier ist man sehr gerne.“

Wenn ein neuer König seine Amtszeit antritt, muss ein alter seinen „Hut nehmen“. Hierbei handelte es sich um Michael Blaudszun, der seit einigen Jahren in München wohnt und an der jetzigen Veranstaltung aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnte. Er habe, so Uwe Meier, aber an seine Untertanen gedacht und ihm einen Betrag für eine Lokalrunde überwiesen. Gleichzeitig habe er ihm mitgeteilt, dass er seine Zeit als Grünkohlkönig in Heeßen sehr genossen habe. Und ihm sei es schließlich zu verdanken gewesen, dass der Freistaat Bayern in den vergangenen zwölf Monaten wieder einen König gehabt habe.

Und wenn im voll besetzten Schützenhaus das alljährliche Grünkohlessen stattfindet, benötigt der Verein viele fleißige Hände, damit alles „geregelt über die Bühne geht“. So bedankte sich Vorsitzender Uwe Meier bei der Dorfjugend, die an diesem Abend die Theke übernommen hatte, und bei den Frauen der Schützen, die dafür verantwortlich zeichneten, dass Kohl, Fleisch und Kartoffeln heiß auf den Tisch kamen. Und Meier nutzte die Gelegenheit zu einem Appell an die Freunde des Wintergemüses: „Denkt daran, das nächste Grünkohlessen findet wieder am letzten Freitag im Monat November des kommenden Jahres statt.“




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