weather-image
13°

Standesamt Eilsen informiert

Entwicklung in Eilsen: Eine Hausgeburt und viele Sterbefälle

EILSEN. Wie entwickelt sich die Bevölkerung in der Samtgemeinde Eilsen? Im Jahr 2018 sind insgesamt 38 Paare getraut worden, an Sterbefällen sind der Verwaltung 2018 indes insgesamt 153 verstorbene Einwohner gemeldet worden. Nur eine Hausgeburt steht hier für das vergangene Jahr in den Büchern.

veröffentlicht am 23.01.2019 um 00:00 Uhr

Die Beurkundung von Personenstandsänderungen ist mit einigem Verwaltungsaufwand verbunden, weiß die Standesbeamtin Stefanie Ruboks. Foto: wk
Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

EILSEN. Wie entwickelt sich die Bevölkerung in der Samtgemeinde Eilsen? Zur Beantwortung dieser Frage hat das dortige Standesamt auf Nachfrage entsprechende Zahlen präsentiert.

Demnach sind 2018 insgesamt 38 Paare getraut worden, informiert die Standesbeamtin Stefanie Ruboks. Das sind genauso viele wie im Jahr zuvor, aber mehr als der rechnerische Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre (33,5).

An Sterbefällen sind der Verwaltung 2018 indes insgesamt 153 verstorbene Einwohner gemeldet worden (2017: 132 Sterbefälle). Der statistische Mittelwert der vergangenen zehn Jahre beträgt 151,6 Todesfälle.

Hierzu merkt Bernd Schönemann, der Bürgermeister der Samtgemeinde, an, dass sich die „für eine Kommune dieser Größe unverhältnismäßig große Anzahl an Sterbefällen“ durch die ebenfalls große Anzahl von hier ansässigen Seniorenpflegeheimen erklärt, in denen Menschen ihren Lebensabend verbringen.

Gegen null tendiert demgegenüber die Zahl der im Eilser Standesamt beurkundeten Geburten: 2018 und 2017 beispielsweise gab es in der Samtgemeinde Eilsen jeweils eine Hausgeburt, was laut Schönemann im Vergleich der Vorjahre aber schon viel ist. Denn auf dem Gebiet der Kommune ist weder ein Krankenhaus noch ein von Hebammen betriebenes Geburtshaus ansässig. Einwohnerinnen, die ein Kind erwarten, müssen für die Entbindung daher ein Krankenhaus im Umland (etwa das Klinikum Schaumburg in Vehlen) aufsuchen, wenn sie ihr Kind nicht zu Hause gebären möchten.

Außerhalb der Samtgemeinde zur Welt gekommene Kinder werden jedoch nicht in der Eilser Geburtsstatistik geführt, sondern in der desjenigen Standesamtes, in dessen Einzugsbereich das jeweilige Krankenhaus liegt. Was in solchen Fällen indes ab und an mal im Standesamt der Samtgemeinde Eilsen von Eltern beantragt wird, ist nach Auskunft von Ruboks die sogenannte Nachbeurkundung von Kindern, die im Ausland geboren worden sind.

Hinsichtlich der Entwicklung der Gesamtbevölkerung informiert die Verwaltung, dass die Samtgemeinde Eilsen – Zuzüge und Wegzüge mit berücksichtigt – zum Stichtag 30. Juni 2018 insgesamt 6883 Einwohner gehabt hat. Aktuellere Informationen hierzu liegen ihr bislang allerdings noch nicht vor.

Ende des Jahres 2017 waren in der Kommune dagegen insgesamt 6731 Einwohner gemeldet. Demnach verzeichnet die Samtgemeinde also eine unterm Strich steigende Einwohnerzahl.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare