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„Da muss was passieren“

Fachmann rät: Bäume fällen oder zumindest stark kappen

HEEßEN. Geht von den großen Weiden, die an dem von Heeßen nach Bad Eilsen führenden Aue-Wanderweg stehen, eine Gefahr für Spaziergänger aus? Diese Frage stellt sich angesichts des zum Teil weit über den Fußweg gebeugten Wuchses einiger Baumveteranen, die zudem etliche abgestorbene Äste aufweisen.

veröffentlicht am 12.05.2019 um 15:23 Uhr
aktualisiert am 12.05.2019 um 17:10 Uhr

Einige der alten Weidenbäume am Aue-Wanderweg sind nicht mehr verkehrssicher. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Von dieser Zeitung auf die Problematik angesprochen, hat Bernd Schönemann, Bürgermeister der Samtgemeinde Eilsen, diesbezüglich den Leiter des Bad Eilser Bauhofes, Bertram Meyer, um fachmännischen Rat gebeten. Der Bauhof ist unter anderem für die Pflege der betagten Bäume im historischen Kurpark zuständig, wobei es Meyer nach eigenen Angaben ein Anliegen ist, selbst kranke Parkbäume so lange wie möglich zu erhalten.

Nach seiner Ortsbesichtigung in Heeßen empfiehlt Meyer indes, drei der dortigen Weidenbäume aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht zu kappen, wobei es ihm zufolge zwei Optionen gibt: „Entweder die Weiden werden komplett entfernt, oder sie werden in rund zwei Metern Höhe abgesägt“, so Meyer. In letztgenanntem Fall könnten diese eingekürzten Bäume anschließend wieder neu austreiben, müssten dann aber alle paar Jahre – wie bei Kopfweiden üblich – geschneitelt werden.

„Da muss was passieren“, betont Verwaltungschef Schönemann, der sich auch selbst ein Bild von der Situation gemacht hat. Verantwortlich für die Pflege der direkt an der Bückeburger Aue wachsenden Bäume ist seinen Aussagen zufolge jedoch allein das Land Niedersachsen. Dieses werde er wegen dieser Angelegenheit daher entsprechend anschreiben, kündigt er an.

Vorab will Schönemann allerdings erst noch Kontakt mit dem Naturschutzamt des Landkreises Schaumburg aufnehmen, das die betroffenen Weiden ebenfalls in Augenschein nehmen soll.

Gefällt oder zumindest auf ein paar Meter Höhe eingekürzt werden sollten nach Empfehlung Meyers zudem die auf der anderen Seite der Aue stehenden alten Pappeln: Wenn von diesen Pappeln abgestorbene Äste herunterfallen sollten, würden diese Äste wohl nur auf die dortige Wiese stürzen, die die Gemeinde Heeßen der Nabu-Ortsgruppe Bad Eilsen für Naturschutzzwecke zur Verfügung gestellt hat, erklärt Schönemann. Es sei allerdings nicht auszuschließen, dass – etwa bei Sturm – eben doch Äste auf den Aue-Wanderweg fallen. Mit der Nabu-Ortsgruppe will er daher ebenfalls ein Gespräch führen.




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