weather-image
13°

Heeßen-Buchholz-Luhden von Vorschlag nicht angetan

Fusion zum Sozialverband „Eilsen“ mit 400 Mitgliedern?

EILSEN. Dem Sozialverband Bad Eilsen-Ahnsen droht immer noch die Auflösung, wenn kein neuer Vorstand gefunden wird. Der Kreisvorsitzende Horst Lissel hat nun laut überlegt, ob es nicht möglich sei, Bad Eilsen-Ahnsen und Heeßen-Buchholz-Luhden zum neuen Ortsverband „Eilsen“ zu fusionieren.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 11:28 Uhr
aktualisiert am 30.01.2019 um 20:00 Uhr

Vorsitzender Michael Kunkel (links) und sein Stellvertreter Karl-Heinz Göbe (Sozialverband Heeßen-Buchholz-Luhden) arbeiten auf den sommerlichen Festen nicht nur am Grill eng zusammen, sondern vertreten auch gemeinsam die Meinung, dass ein Verband mi

Autor:

Cord-Heinrich Möhle
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

EILSEN. Die Zukunft des Sozialverbandes Bad Eilsen-Ahnsen steht weiterhin in den Sternen. Fakt ist: Der Verband hat bereits seit elf Monaten keinen Vorstand. Die Zahl der Mitglieder ist von mehr als 300 zu Blütezeiten mittlerweile auf um die 200 gesunken. Wenn nicht langsam Leute für die Vorstandsposten gefunden werden, droht die Auflösung.

Die Männer und Frauen, die dem Verband immer noch die Treue halten, beklagen sich ihrerseits über fehlende Informationen, „was denn nun“ mit ihnen geschehe. Der Kreisverband mit dem Vorsitzenden Horst Lissel an der Spitze hat diesem Thema oberste Priorität gewidmet, eine Lösung ist aber noch nicht gefunden.

Jetzt sollen alle Mitglieder zu einer Versammlung eingeladen werden, um im persönlichen Gespräch einen Weg aus der Misere zu finden beziehungsweise Interessenten für ein Vorstandsengagement zu ermutigen. Der Kreisvorsitzende: „Ist ein Verband erst einmal aufgelöst, ist er für immer von der Landkarte verschwunden.“

In den Fokus des Kreisverbandes ist nun der Nachbar-Ortsverband Heeßen-Buchholz-Luhden geraten, denn dieser könnte, so der Kreisvorsitzende, alle Mitglieder aus Bad Eilsen-Ahnsen übernehmen. Lissel überlegt zudem laut, ob es nicht möglich sei, einen neuen Ortsverband mit dem Namen „Sozialverband Eilsen“ aus der Taufe zu heben. Diesem Verband würden dann um die 400 Mitglieder angehören. Eine Übernahme oder auch eine Fusion hält aber der Sozialverband Heeßen-Buchholz-Luhden, der seinerseits über einen sehr gut funktionierenden und kompletten Vorstand verfügt, für eine denkbar schlechte Lösung, denn: „Ein derart großer Verband ist nicht mit unseren Vorstellungen einer sozialen Arbeit vereinbar.“

Der Ortsverband mit seinem Vorsitzenden Michael Kunkel und dessen Stellvertreter Karl-Heinz Göbe führt einige Gründe gegen einen „Mammutverband“ an. Zum einen sei es bei der großen Anzahl von Mitgliedern nicht mehr möglich, neben den Jahresversammlungen Weihnachtsfeiern und Sommerfeste zu veranstalten, da es in der Samtgemeinde an entsprechend großen Lokalitäten fehle.

Ferner sei es sicherlich nicht „sozial“, die Anzahl der Personen zu begrenzen und Anmeldungen nach dem „Windhundverfahren“ anzubieten. Zudem sei es mehr als problematisch, wie jetzt noch üblich, bei runden Geburtstagen persönlich zu gratulieren oder aber kranke Mitglieder zu besuchen. Der Vorstand unisono: „Das persönliche Miteinander, auf das wir in unserem Ortsverband stolz sind, geht bei diesem Szenario den Bach herunter.“

Für viele der Mitglieder in Heeßen-Buchholz-Luhden sind die über das Jahr verteilten Veranstaltungen des Sozialverbandes oft die einzige Möglichkeit, einmal das Haus zu verlassen und mit Freunden und Bekannten ausgiebig zu klönen. Und diese Männer und Frauen würden ohne Grund „bestraft“, nur weil aufgrund eines Zusammenschlusses die Feiern „leider“ ausfallen müssten.

Dennoch sieht auch der Vorstand des Sozialverbandes Heeßen-Buchholz-Luhden die missliche Lage, in der sich der Nachbarverband befindet, und hat daher seine uneingeschränkte Bereitschaft erklärt zu helfen, um eine Lösung zu finden, mit der die beiden Verbände in der Samtgemeinde „gut nebeneinander leben könnten“. Die Heeßer haben dem Kreisvorsitzenden versprochen, sie würden die Suche nach einem neuen Vorstand im Nachbarverband nicht nur aktiv unterstützen, sondern auch dem neuen Gremium, wenn es denn gewünscht werde, für eine Übergangszeit „tatkräftig unter die Arme greifen“.

Nicht nur im Sozialverband Bad Eilsen-Ahnsen ist es ein großes Problem, Mitglieder zu finden, die bereit sind, in einem Vorstand ehrenamtlich mitzuarbeiten. Viele Orts- und Kreisverbände im Landesverband Niedersachsen beklagen öffentlich, dass immer weniger Personen bereit seien, sich zu engagieren. Und die, die jetzt schon aktiv mitarbeiten, würden zudem nicht jünger.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare