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Dank Großeinsatz von Feuerwehr und THW: Kein Umweltschaden zu befürchten

Gefahrgut-Lkw brennt auf Autobahn-Parkplatz zwischen Eilsen und Rehren

EILSEN. Der Brand eines mit Gefahrgut beladenen Lastkraftwagens auf der Bundesautobahn 2 hat zu einem Großeinsatz der Freiwilligen Feuerwehr und des Technischen Hilfswerkes (THW) geführt. Wie Sven Geist, der Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Schaumburg, berichtet, war der Lkw am späten Samstagvormittag auf der Autobahn in Fahrtrichtung Rehren unterwegs, als aus dem Fahrzeug Rauch aufstieg. Der Fahrer konnte aber noch den Parkplatz „Bernsen“ erreichen. Durch den Fahrzeugbrand wurden unter anderem auf dem Lkw transportierte Bigbags beschädigt, die mit insgesamt rund 13000 Kilogramm Antimon(III)-oxid, einem Gefahrgutstoff, gefüllt waren.

veröffentlicht am 18.09.2021 um 16:22 Uhr
aktualisiert am 18.09.2021 um 20:13 Uhr

Michael_Werk

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Laut Geist konnte der Brand durch die Feuerwehren der Samtgemeinde Eilsen – im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Luhden, Buchholz und Bad Eilsen – schnell gelöscht werden. Wegen des Gefahrgutstoffes wurden aber auch der Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr Schaumburg sowie das THW Stadthagen hinzugezogen. 

Da die Bigbags infolge des Brandes beschädigt worden seien, seien geringe Mengen des Antimon(III)-oxids ausgetreten, führt Geist weiter aus. Ein kleiner Teil davon sei mit dem Löschwasser auf den Parkplatz gelangt. Da sich der Gefahrstoff aber nicht in Wasser löse und zudem schwerer als Wasser sei, könne man diesen nach dem Abtrocknen des Parkplatzes auffangen und ordnungsgemäß entsorgen. Der Regenwasserkanal des Parkplatzes müsse allerdings einmal gereinigt beziehungsweise gespült werden, was aber kein Problem sei. Ein Umweltschaden sei daher nicht zu befürchten, betonte der Feuerwehr-Pressesprecher.

Die Unterstützung durch das THW ist seiner Schilderung nach erforderlich gewesen, um den Lkw entladen zu können. Für diese Arbeit habe das THW einen Bagger und einen Radlader eingesetzt. Der Lkw müsse wohl abgeschleppt werden. 

Hinsichtlich des Antimon(III)-oxid informiert Geist, dass diese Chemikalie krebserregend sei und daher weder mit der Haut in Kontakt kommen noch eingeatmet werden dürfe. Die Entladung des Gefahrgutstoffes sei daher von Einsatzkräften in entsprechender Schutzkleidung vorgenommen worden. Eine Polizeibeamtin, die auf dem Parkplatz etwas von dem Antimon(III)-oxid eingeatmet habe, sei zur Beobachtung in ein Krankenhaus eingewiesen worden.

Der Autobahnparkplatz „Bernsen“ war Geist zufolge während des mehrstündigen Feuerwehr- und THW-Einsatzes voll gesperrt. 

Bildunterschrift 1:

Bei Einbruch der Dunkelheit waren die Einsatzkräfte noch nicht damit fertig, das Gefahrgut aus dem Lkw in einen Container umzuladen. Foto: Feuerwehr

Bildunterschrift 2: 

Wegen des Gefahrgutstoffes hat die Feuerwehr eine Dekontaminationsstelle auf dem Parkplatz aufgebaut, in der die Einsatzkräfte von etwaigem an deren Schutzkleidung anhaftendem Antimon(III)-oxid befreit werden. Foto: Feuerwehr




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