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Pro-Kopf-Verschuldung: null Euro

Gemeindedirektor: Ahnsen steht finanziell ganz gut da

AHNSEN. Liquide Mittel in Höhe von rund 550 000 Euro, keine Schulden und 1900 Euro Überschuss im Ergebnishaushalt: Finanziell sieht es bei der Gemeinde Ahnsen in diesem Jahr recht rosig aus.

veröffentlicht am 03.04.2019 um 11:11 Uhr
aktualisiert am 03.04.2019 um 17:10 Uhr

Einstimmig hat der Ahnser Gemeinderat den von der Verwaltung für das Jahr 2019 ausgearbeiteten Haushaltsplan der Gemeinde beschlossen. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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AHNSEN. Gleich aus mehreren Gründen ist die Gemeinde Ahnsen nach Darlegung von Gemeindedirektor Bernd Schönemann „ganz gut aufgestellt“.

Zum einen wartet der für dieses Jahr vorgestellte Ergebnishaushalt unterm Strich mit einem „kleinen Plus“ in Höhe von 1900 Euro auf. Dieser Überschuss ergibt sich aus der Differenz zwischen den erwarteten Erträgen (794 700 Euro) und den geschätzten Aufwendungen (792 800 Euro). Außerdem verfügt die Gemeinde Schönemann zufolge über liquide Mittel in Höhe von rund 550 000 Euro sowie über eine finanzielle Beteiligung (Wert: 109 600 Euro) an der Kreiswohnbau GmbH. Und schließlich ist Ahnsen in der glücklichen Situation, keinerlei Schulden zu haben. Das, so der Gemeindedirektor, entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung der Einwohner von null Euro.

Hinsichtlich der kalkulierten Steuern und Umlagen berichtete Schönemann, dass die Verwaltung die jeweiligen Haushaltsansätze „eher vorsichtig geplant“ habe. So rechnet die Gemeinde mit Steuereinnahmen in einer Größenordnung von 745 000 Euro, die sich dergestalt aufgliedern: 4800 Euro Grundsteuer A, 99 200 Euro Grundsteuer B, 134 700 Euro Gewerbesteuer, 3300 Euro Hundesteuer, 460 000 Euro Anteil an der Einkommensteuer und 43 000 Euro Anteil an der Umsatzsteuer.

Demgegenüber stehen folgende anhand der Steuerkraft der Gemeinde berechnete und von dieser zu zahlende Transferleistungen: 237 000 Euro Samtgemeindeumlage, 342 900 Euro Kreis- und 24 500 Euro Gewerbesteuerumlage.

Für Investitionen (Finanzhaushalt) sind insgesamt 27 200 Euro eingeplant: 20 000 Euro für die Anschaffung neuer Spielgeräte für den am Sportplatz gelegenen Kinderspielplatz, 3000 Euro an Ingenieurkosten zum Zwecke der Konzeption einer neuen Heizungsanlage für das Dorfgemeinschaftshaus und 4200 Euro für die Erweiterung der Gosse in der Straße An der Aue.

Über die derzeit laufende Sanierung der Vehler Straße/ Friedrich-Ebert-Straße (Landesstraße 451) und deren Auswirkung auf die Haushaltsplanung der Gemeinde Ahnsen informierte Schönemann ebenfalls: „Im Haushaltsjahr 2018 wurde mit der Sanierung der L 451 begonnen. Dafür waren 479 500 Euro an Baukosten für den Regenwasserkanal und 205 000 Euro für den Anteil der Gemeinde an den Baukosten des Radwegs eingeplant“, berichtete er. Davon seien 2018 aber nur 150 900 Euro an Regenwasserkanal-Baukosten bezahlt worden, sodass man 328 600 Euro als Haushaltsrest in das jetzige Haushaltsjahr habe übertragen können.

Von dem für 2018 eingeplanten Zuschuss des Landes Niedersachsen (62 000 Euro) waren laut Schönemann seinerzeit 50 000 Euro eingegangen. Den somit noch ausstehenden Zuschussbetrag (12 000 Euro) hat die Verwaltung in das Haushaltsjahr 2019 übernommen. In voller Höhe sind dagegen die ebenfalls schon 2018 eingeplanten Erschließungsgebühren (239 800 Euro) in die diesjährige Haushaltsplanung übertragen worden.




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