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Umwelttag der Gemeinde Ahnsen / An den Durchgangsstraßen viel Verpackungsmüll eingesammelt

„Gewinner“ sind Teppich und Videorekorder

AHNSEN. Die Hoffnung des Bürgermeisters Harald Niemann, nur sehr wenig Müll in der Landschaft zu finden, hat sich nicht so recht erfüllt, denn nach der Sammelaktion war immerhin die Ladefläche eines Transporters des Bauhofes gut mit allerlei größerem Unrat und vielen blauen Säcken mit dem Kleinkram gefüllt. Dennoch ist die Gemeinde zufrieden.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 07.04.2019 um 18:00 Uhr

Ausgerüstet mit blauen Säcken und mit „Greifern“ machen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Umwelttag der Gemeinde Ahnsen zusammen mit Bürgermeister Harald Niemann (links) auf den Weg, um im Dorf und in der freien Natur den achtlos weggeworfen

Autor:

Cord-Heinrich Möhle
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AHNSEN. Die Hoffnung des Bürgermeisters Harald Niemann, nur sehr wenig Müll in der Landschaft zu finden, hat sich nicht so recht erfüllt. Denn nach der Sammelaktion war immerhin die Ladefläche eines Transporters des Bauhofes gut mit allerlei größerem Unrat und vielen blauen Säcken mit dem Kleinkram gefüllt. Dennoch ist die Gemeinde zufrieden, denn das Müllaufkommen ist zwar immer noch reichlich, aber in den vergangenen Jahren kontinuierlich weniger geworden. Spekulationen, nach denen in ein paar Jahren überhaupt keine Sammelaktion mehr stattfinden müsste, dürften sich allerdings nicht realisieren lassen, denn auch in Zukunft werden unliebsame Zeitgenossen ihren Dreck weiterhin in der Landschaft entsorgen. Jetzt wurden sogar ein Videorekorder und ein großer Wohnzimmerteppich gefunden.

Die Gemeinde ist nach Meinung der Offiziellen zweigeteilt. Im Innenbereich ist es, wie auch jetzt wieder beim Umwelttag festgestellt wurde, sehr sauber. In der Feldmark, im Harrl und vor allem an den Durchgangsstraßen gibt es immer noch viel zu tun. So beklagen die Ahnser den Verpackungsmüll einer nahen Fast-Food-Kette, der immer wieder vor allem an Kreis- und Landesstraße, die beide das Dorf „durchschneiden“, in Mengen aufgesammelt werden muss.

Und in der Gemeinde gibt es immer wieder neuralgische Punkte, die den Umweltakteuren Sorge bereiteten beziehungsweise bereiten. In der Feldmark musste viel Müll gesammelt werden, als das neue Klinikum noch Baustelle war. Das hat sich mittlerweile erledigt, aber dafür fehlt an der Akazienallee die Schranke, sodass Autos ungehindert bis in den Harrl fahren können. Sogenannte Müllfrevler nutzen derartigen Möglichkeiten sehr gern, um im Schutz der Bäume ihren Unrat zu entsorgen. Und liegt in der Natur erst einmal ein kleiner Haufen, entwickelt er sich schnellstens zu einem Müllberg. Die Erfahrung der Müllsammler: „Ist es irgendwo sauber, bleibt es auch weiterhin sauber.“

Einige blaue Säcke voll Müll sind das Ergebnis des Umwelttages in der Gemeinde Ahnsen. Hinzu kommen Videorekorder, Wohnzimmerteppich, Wasserhahn und Zinkbadewanne usw. Fotos: möh

Der Umwelttag, der auf Initiative der CDU-Ratsfraktion das erste Mal im Jahr 2016 stattfand, aber mittlerweile von der Gemeinde ausgerichtet wird, war wieder bestens vorbereitet worden. Vor allem Dieter Gutzeit hatte ein Großteil der Organisation übernommen. Auf handlichen Straßenkarten war vermerkt, wo welche Arbeitsgruppe zu säubern hatte. Ferner hatte Gutzeit genügend blaue Müllsäcke und auch Greifer besorgt, mit denen die Aktiven kleineren Müll aufsammeln konnten, ohne sich immer wieder bücken zu müssen.

Nach der Arbeit das Vergnügen: Als die Teilnehmer des Umwelttages ihre Sammelaktion beendet hatten, trafen sie sich wieder am Sportplatz, um gemeinsam zu grillen und etwas zu trinken. Natürlich wurde hier noch einmal ein Fazit gezogen. Und die Saubermänner und -frauen erinnerten sich dabei an den Umwelttag 2018, als in der freien Natur fast ein komplettes Auto, allerdings fein zerlegt in seine Einzelteile, gefunden worden war. Dagegen sind die jetzigen Funde wie Teppich, Rekorder, Zinkwanne, Wasserhahn und -leitungen sowie Verpackungsmüll und diverse Plastik- und Glasflaschen nur Peanuts.




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