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Konzert soll Zeichen setzen

Gospelchor singt Artikel aus UN-Menschenrechtscharta

BAD EILSEN. Vor vollem Haus hat der Gospelchor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen erinnert.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 11:08 Uhr

Während des Konzerts forderte der Gospelchor das Publikum mitunter auch zum Mitsingen auf. Foto: wk
Michael_Werk

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BAD EILSEN. Ein schwungvolles Konzert hat der Gospelchor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen in der „Christuskirche“ gegeben. Vor mehr als 100 Besuchern intonierte das von Kyra Rundfeldt geleitete Ensemble den biblischen Gott preisende Lieder.

Zum Repertoire gehörten unter anderem die Songs „We Have Come To Worship You“ (Richie Furay), „Friend Of God“ (Micha Keding) und „Living Water (Friedemann Wutzler). Die Instrumentalbegleitung steuerte der Keyboarder Sven Rundfeldt bei.

Einen besonderen Fokus hatte der Gospelchor bei seinem Programm diesmal auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen gelegt. So ließen die Sänger und Sängerinnen beim Einzug in die Kirche den Text des Artikels 3 der UN-Menschenrechtscharta erklingen, in dem es heißt: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person“.

Diese Passage sang der Chor in der afrikanischen Sprache Zulu, um auch auf diese Weise ein Zeichen gegen Intoleranz, Egoismus und Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Die Melodie hatte das Ensemble einem Projekt des in Duisburg lebenden Komponisten Axel Christian Schullz entliehen, der alle 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in Musik umgesetzt hat.

Später im Verlauf des Konzerts rezitierte der Gospelchor wie aus einem Munde laut und kraftvoll in deutscher Sprache Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“

„Allein dieser Artikel würde, wenn ihn sich jeder Mensch zu Herzen nähme, die Welt viel besser machen – überall“, erklärte Sven Rundfeldt als Sprecher des Chors, um dann hinzuzufügen: „Leider sind wir noch weit davon entfernt.“




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