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Fortbestand gesichert

Heimat- und Kulturverein plant wieder umfangreiches Programm

EILSEN. Das ist eine gute Nachricht für alle Heimatfreunde im Einzugsbereich der Samtgemeinde: Zunächst für zwei Jahre scheint der Fortbestand des im Kurort gegründeten Heimat- und Kulturvereins gesichert. Der Vorstandswahl ging eine Satzungsänderung voraus. Der Verein hat auch in diesem Jahr viel vor:

veröffentlicht am 19.05.2019 um 14:53 Uhr
aktualisiert am 19.05.2019 um 17:20 Uhr

Das Fortbestehen des Vereins ist gesichert. Die Vorstandsspitze des Eilser Heimat- und Kulturvereins (v. l.): Kurt Nonnenberg, Friedrich Winkelhake, Dieter Gutzeit und Siegfried Klein. Foto: pr.
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Siegfried Klein Reporter
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EILSEN. Das ist eine gute Nachricht für alle Heimatfreunde im Einzugsbereich der Samtgemeinde Eilsen: Zunächst für zwei Jahre scheint der Fortbestand des im Kurort gegründeten Heimat- und Kulturvereins gesichert. Die Mitglieder konnten die bisherigen Führungskräfte für eine verantwortungsvolle Fortführung der Vereinsgeschäfte gewinnen. Vorsitzender bleibt – wie bei der Gründung – Friedrich Winkelhake.

Der Neuwahl ging allerdings eine Änderung der Vereinssatzung voraus. Diese sieht unter anderem vor, dass der geschäftsführende Vorstand aus dem Vorsitzenden und mindestens zwei Stellvertretern besteht. Die Zuordnung der Aufgaben wird in diesem Gremium besprochen und vereinbart. Dem Beirat gehört jeweils ein Vertreter von Bad Eilsen, Ahnsen, Luhden, Buchholz und Heeßen an. Als stellvertretende Vorsitzende fungieren Dieter Gutzeit und Kurt Nonnenberg. Siegfried Klein übernimmt Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit.

Die 2004 erstmalig verabschiedete Satzung wurde in Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt zeitgemäß geändert. Ein wesentlicher Punkt ist die Festlegung, dass das verbleibende Vereinsvermögen im Falle einer Auflösung des HKV nicht an die evangelische Kirchengemeinde fällt, sondern an die politische Gemeinde Bad Eilsen.

Winkelhake befasste sich zunächst mit einer Rückblende auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. Dazu gehörte als einer der Höhepunkte eine Fahrt nach Gemen. In dem dortigen Wasserschloss residierte einst auch ein Familienmitglied der Schaumburger Grafen. Guten Zuspruch fand wiederum das „Literarische Kabinett“, das insgesamt zu vier Vortragsabenden einlud. Zum ersten Mal trafen sich interessierte Besucher zu einer Einführungsveranstaltung im Ahnser Stollen. Die Spaßmacherin Brigitte Wehrhahn ist inzwischen mit ihren Auftritten ein fester Bestandteil des Standardprogramms. Ihre plattdeutschen Vorträge hält sie generell auf der Diele der Familie Dreves.

Zu den Höhepunkten des diesjährigen Programms gehört eine Fahrt nach Hamburg, Pinneberg und Wedel, wo man sich gemeinsam auf die Spuren der Schaumburger Grafen begibt. Das nächste Vorhaben ist ein weiteres Treffen im Ahnser Stollen am 22. Mai. Dabei will Winkelhake Texte aus den Aufzeichnungen ehemaliger Mitarbeiter der Focke-Wulf-Werke wiedergeben. Sie haben während des Krieges in Bad Eilsen an der Weiterentwicklung der deutschen Flugzeuge gearbeitet.

Der Vorstand befasst sich auch bereits mit den Planungen für das kommende Jahr. Zur Auswahl stand unter anderem ein Besuch des Kurortes Bad Liebenstein in Thüringen, wo die Augenärzte Dr. Friedrich von Tippelskirch und Maximilian Graf von Wiser tätig waren, bevor sie nach Bad Eilsen wechselten. Die Mehrheit der Mitglieder entschied sich bei der Hauptversammlung jedoch für eine Fahrt nach Weimar, in dem einst zeitgleich Friedrich Schiller, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Gotffried Herder und Christoph Martin Wieland gelebt und gearbeitet hatten.

Zu den weiteren Anregungen gehörte der Vorschlag, sich mit Autoren aus der Bestseller-Liste des „Spiegels“ zu befassen. Viel Anklang fand die Idee, eine Veranstaltung auszurichten, bei der heimische Folklore im Vordergrund steht. Dazu gehören Chöre mit bekannten Volksliedern sowie heimische Instrumentalgruppen und Trachtentänze. Interesse findet offensichtlich auch ein geplanter Busausflug nach Hagenburg, Idensen, Bokeloh und Steinhude.

Für die Vereinsmitglieder regte Winkelhake ein geselliges Treffen beim Idaturm an. Der Vorsitzende kann sich vorstellen, dort Interessantes und Lustiges aus der Vereinsgeschichte vorzutragen.

Fest gebucht ist wieder ein plattdeutscher Abend mit Brigitte Wehrhahn.

Nach den bislang bereits veröffentlichten 17 Publikationen, die der Heimat- und Kulturverein herausgegeben hat, steht jetzt als Neuerscheinung ein weiteres Buch über den deutschen Wald an. Es enthält eine Anzahl interessanter Wandervorschläge. Wann und wo dieses Werk vorgestellt wird, steht noch nicht fest. Zusätzlich soll es wieder vier literarische Vortragsabende geben. Der Vorstand ist jederzeit offen für Anregungen und Wünsche aus dem Mitgliederkreis. sig




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