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Wildschweine richten große Schäden an

Jagdgenossen haben bisher noch keinen Wolf im Revier gesehen

BAD EILSEN/BUCHHOLZ/HEESSEN. Sie sind noch nicht da und sollen möglichst auch nicht kommen, wenn es nach dem Willen der Mitglieder der Jagdgenossenschaft Heeßen-Bad Eilsen-Buchholz geht. Die Rede ist von den Wölfen, die von der Landbevölkerung nicht gern gesehen werden.

veröffentlicht am 23.04.2019 um 12:33 Uhr
aktualisiert am 24.04.2019 um 16:30 Uhr

Der Vorstand der Jagdgenossenschaft Heeßen-Bad Eilsen-Buchholz (von rechts): Vorsitzender Reinhard Baule-Steinmeyer, Schriftführer Rudi Wecke und Schatzmeister Uwe Meier. Foto: möh

Autor:

Cord-Heinrich Möhle
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BAD EILSEN/BUCHHOLZ/HEESSEN. Es haben sich noch keine Wölfe im Bereich der Jagdgenossenschaft Heeßen-Bad Eilsen-Buchholz niedergelassen, und Jagdpächter und Jagdgenossen würden auf ihn auch liebend gern verzichten. Dennoch verkennen die Verantwortlichen die Gefahr nicht und erklären, in Zukunft müsse man mit diesem Tier rechnen.

Probleme bereiten den Jägern und den Jagdgenossen die Wildschweine, die enormen Schaden anrichten. Jetzt hat sich Landwirt Dirk Hasse bereit erklärt, in einem großen Maisfeld sogenannte Bejagungsschneiden anzulegen. Das Feld wird somit in Längs- und Querrichtung einmal unterteilt. Die Schneisen sollen die Jagd auf die Schweine erleichtern.

Auch wenn sie noch kein Jäger oder Jagdgenosse im heimischen Revier gesehen hat, so waren die Wölfe doch Thema auf der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft. Einzeltiere müssten das Revier auf jeden Fall schon gestreift haben, denn schließlich sei in Porta Westfalica und Petershagen schon jeweils ein Wolf überfahren worden, erklärte einer der Jagdpächter. Lasse sich ein Wolfsrudel im Bereich der Jagdgenossenschaft nieder, so war in der Versammlung zu hören, sei es wohl schnell um das Muffelwild, das im Bernser Bereich lebt, geschehen. Außerdem stelle der Wolf eine Katastrophe für Schafe und deren Besitzer dar. Einer der Versammlungsteilnehmer erklärte, auf dem Lande wolle schließlich keiner den Wolf haben. Er verstehe nicht, warum das Tier, das einen so großen Schaden anrichten könnte, nicht geschossen werden darf.

Sie sind da und zwar in Mengen, die Wildschweine, die auf den Feldern und Wiesen sehr viel Schaden anrichten. Jäger und Jagdgenossen, also die Besitzer der bejagbaren Flächen, haben schon viel unternommen, um das Schwarzwild im Zaum zu halten. Und die Tiere lassen sich auch nicht so einfach bejagen, wenn die Rotte sich in ein Mais- oder Kornfeld zurückgezogen hat. Daher freuen sich Jäger und Jagdgenossen, dass Dirk Hasse als erster der heimischen Landwirte versuchsweise seine Bereitschaft erklärt hat, in einem großen Maisfeld in diesem Jahr Bejagungsschneisen anzulegen. Durch diese Schneisen, die das Feld in der Mitte durchschneiden, erhoffen sich die Jagdpächter eine erfolgreichere Jagd auf die Wildschweine. Für den Ernteausfall, so die Jäger, würde Hasse natürlich entschädigt. Zudem wurde erstmals Schwefeldünger auf Grünflächen gestreut. Dieser spezielle Dünger ist für das Grünfutter ungefährlich, soll aber die Schweine, die keinen Schwefel mögen, abhalten.

In seinem Bericht ließ Jagdgenossenschaftsvorsitzender Reinhard Baule-Steinmeyer das vergangene Jahr Revue passieren. Er freute sich, dass alles harmonisch verlaufen sei und keine Probleme hätten gelöst werden müssen. Kassenwart Uwe Meier berichtete von geordneten Finanzen, die auch Kassenprüfer Rolf Prasuhn bestätigte. Für Prasuhn, der satzungsgemäß aus dem Amt ausscheiden musste, wählte die Versammlung Klaus Lahmann, der nun zusammen mit Dr. Willi Dreves im nächsten Jahr die Kassenführung der Jagdgenossenschaft überprüfen wird.

Die Versammlungsteilnehmer sprachen sich dafür aus, am 29. Juni eine sogenannte Revierrundfahrt zu veranstalten. Der Abschluss soll an diesem Tag bei Friedhelm Baule stattfinden. Auch in diesem Jahr planen die Jagdgenossen wieder einen gemütlichen Abend zusammen mit ihren Frauen. Diesen Abend wollen sie am 2. November im Restaurant „Adria“ im Haus des Gastes in Bad Eilsen verbringen.




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