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Feuerwehr Bad Eilsen zieht Bilanz

Jeder zweite Einsatz aufgrund von Fehlalarmen

BAD EILSEN / HEEßEN. Die Ortsfeuerwehr Bad Eilsen hat ihre Einsatzstatistik für das Jahr 2018 präsentiert. Zu tun hatten die Brandschützer demnach genug. Als „beeindruckend“ bezeichnete Bernd Schönemann, der Bürgermeister der Samtgemeinde Eilsen, denn auch deren Engagement.

veröffentlicht am 03.02.2019 um 16:40 Uhr
aktualisiert am 03.02.2019 um 17:50 Uhr

Als Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Bad Eilsen gratuliert Andreas Mohr (von links) den beiden Aktiven Lena Hornig und Marcel Schlüter zu deren Beförderung.
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BAD EILSEN/HEEßEN. Insgesamt 52 Einsätze hat die Ortsfeuerwehr Bad Eilsen im vergangenen Jahr absolviert. In elf Fällen waren Brände der Grund für das Ausrücken der Feuerwehrleute, einmal eine Einsatzübung und 13 Mal leisteten die Brandschützer eine Technische Hilfe. Die übrigen 27 Einsätze gingen indes auf Fehlalarme zurück, von denen einer durch einen privaten Rauchmelder und 19 durch Brandmeldeanlagen örtlicher Altersheime (sieben), des Rehazentrums Bad Eilsen (vier) und des Flüchtlingsheims „Haus Berlin“ (acht) ausgelöst worden waren.

Das war dem Bericht des Ortsbrandmeisters Andreas Mohr zu entnehmen, der bei der im Restaurant „Heeßer Krug“ (Heeßen) abgehaltenen Jahresversammlung vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Thorsten Everding verlesen wurde. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatten die Bad Eilser Brandschützer demnach insgesamt 71 Einsätze zu meistern gehabt.

Das, was die aktiven Mitglieder der Ortsfeuerwehr ehrenamtlich leisten, sei „beeindruckend“, würdigte Bernd Schönemann, Bürgermeister der Samtgemeinde Eilsen, deren Engagement. Zum Thema Fehlalarme merkte er an, dass das „Haus Berlin“ derzeit leer stehe, da dies im Auftrag des Landkreises Schaumburg „grundrenoviert“ werde. Danach solle das Flüchtlingsheim aber wieder belegt werden.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Hahne (von links) nimmt die Verleihung des „Silbernen Ehrenzeichens“ an Bastian Büthe und Karsten Lindemeier vor. Foto: wk

Angeregt worden sei jedoch, vor dem Neubezug technische Vorkehrungen zu treffen, mit denen die Anzahl der von der dortigen Brandmeldeanlage ausgelösten Fehlalarme reduziert wird, so Schönemann. Wenngleich es in der Regel menschliches Verhalten und Unkenntnis seien, die zu den Fehlalarmen führen.

Diesbezüglich sei eine entsprechende Aufklärung der Bewohner des Flüchtlingsheimes erforderlich, da diese mit solchen Anlagen nicht umzugehen wissen, ergänzte der stellvertretende Kreisbrandmeister Dirk Hahne.

Zurück zu Mohrs Jahresbericht: Dem war zur Mitgliederentwicklung der Ortsfeuerwehr Bad Eilsen zu entnehmen, dass diese am Stichtag 31. Dezember 2018 insgesamt 172 Mitglieder (Vorjahr: 173) zählte. Davon gehören 26 Männer und Frauen der aktiven Einsatzabteilung, zehn der Altersabteilung, 13 der Jugendfeuerwehr und 23 der Kinderfeuerwehr an.

Bei der jetzigen Versammlung wurden Lena Hornig zur Hauptfeuerwehrfrau und Marcel Schlüter zum Feuerwehrmann befördert.

Über eine Ehrung für deren 25-jährige aktive Mitgliedschaft durften sich Karsten Lindemeier und Bastian Büthe freuen. Die beiden bekamen dafür das Silberne Ehrenzeichen des Niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes verliehen.

Langjährige passive Mitglieder wurden ebenfalls gewürdigt: Walter Beißner und Ernst Pöhler (70 Jahre), Erwin Sengebusch und Elmar Klaas (40 Jahre) sowie Bela Kremo, Hans-Joachim Kern, Wilfried Veith, Holger Katenkamp, Bernhard Semmerich und Erich Täger (25 Jahre).




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