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Musikgenuss pur

Jubiläumskonzert: 50 Jahre Schaumburger Trachtenkapelle

BAD EILSEN. Restlos ausverkauft war das Frühjahrskonzert der Schaumburger Trachtenkapelle im Palais im Park. Diesmal hatte die Kapelle noch einen besonderen Grund zum Feiern: Das Ensemble besteht bereits seit 50 Jahren. Als Gastdirigent hatten die heimischen Musiker wieder einmal Udo Seifert verpflichtet.

veröffentlicht am 09.04.2019 um 11:28 Uhr
aktualisiert am 09.04.2019 um 19:15 Uhr

Die Schaumburger Trachtenkapelle marschiert in den großen Saal im Palais im Park ein. Foto: möh

Autor:

Cord-Heinrich Möhle
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BAD EILSEN. Musikgenuss pur für die Fans der Schaumburger Trachtenkapelle – und auch für die Musiker selbst ist das Frühlingskonzert ein tolles Erlebnis gewesen. Der große Saal im Palais im Park (PiP) war ausverkauft, insgesamt 560 Gäste wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen. Die Kapelle feierte mit dem Ereignis zugleich ihr 50-jähriges Bestehen.

Dirk Hasse machte in seiner Begrüßung deutlich, auf was für eine erfolgreiche Geschichte dieses Ensemble zurückblicken darf. Nachwuchssorgen sind hier unbekannt, wusste der Musiker, der durch das Programm führte. Seit 1969, zunächst als Bückeburger Trachtenkapelle und seit 1977 unter dem jetzigen Namen, sind die Musiker unentwegt und ohne Pause im Schaumburger Land und auch weit darüber hinaus unterwegs.

Es wurde nicht

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Dirk Hasse, selbst aktiver Trompeter, führt durch das Programm. Foto: möh

viel geredet

Doch es wurde nicht viel geredet wie ansonsten bei Jubiläen häufig üblich, sondern es ging sofort musikalisch zur Sache. Die Musiker marschierten mit dem „Fuhrmannslied“ in den Saal des Palais ein. Als Dirigent hatte die Kapelle wieder einmal Udo Seifert verpflichtet, den früheren Musikzugführer des Bundeswehr-Luftwaffencorps. Dieser befindet sich seit kurzer Zeit im Ruhestand. Lars Bögel, der eigentliche Dirigent der Truppe, war während dieses Konzertes in die zweite Reihe zurückgetreten und spielte mit seinem Instrument einfach nur mit.

Schlag auf Schlag folgten die musikalischen Darbietungen. Die Trachtenkapelle wolle den Gästen schließlich einen großen Querschnitt durch ihr Repertoire bieten, so Hasse. Man habe sich gedacht, bis spätestens zur Tagesschau das Programm abgeschlossen zu haben. Hasse: „Wenn wir aber das alles spielen würden, was jeder von uns für dieses Konzert zunächst vorgeschlagen hatte, dann würdet ihr jetzt ein Drei-Tage-Konzert erleben.“

So genossen die Gäste des Jubiläumskonzertes unter anderem das „Hof-Konzert“ mit Strauß-Melodien, den „Helene-Marsch“, den Friedrich Lübbert bereits 1857 komponiert hatte, Melodien von James Last, die „Wachtel-Polka“ und einen Melodien-Strauß unter dem Titel „Wo die Wolga fließt“. Doch auch die Freunde moderner Rock- und Popsongs kamen voll auf ihre Kosten, sodass es keiner der Gäste bereute, an diesem Konzert der Schaumburger Trachtenkapelle teilgenommen zu haben.

Für junge Leute

attraktiv geblieben

Von den Musikfreunden, die 1969 das Ensemble gegründet hatten, ist Ernst Weiser immer noch mit Begeisterung mit seiner Trompete dabei. Zudem hat die Trachtenkapelle es geschafft, für junge Leute attraktiv zu bleiben: Es gibt keine Nachwuchssorgen. Immer wieder finden sich junge Musiker, die Spaß an dieser Musik haben und in der Kapelle mitspielen wollen. Geprobt wird einmal wöchentlich im Haus des Gastes in Bad Eilsen, Musiker Hasse: „Mit viel Weitsicht ist immer dafür gesorgt worden, dass genügend neue junge Musiker bei uns eingestiegen sind.“

Hasse hat sich bereits zu Kindergartenzeiten seine erste Trompete gewünscht. Er bezeichnete es als große Ehre, viele Musikerinnen und Musiker anderer heimischer Ensemble zu den Gästen des Abends zu zählen. Hasse versprach: „Wir kommen mit Sicherheit auch zu euch, wenn ihr ein Konzert gebt.“

Bereits seit 2001 findet das Frühjahrskonzert regelmäßig in Bad Eilen statt und ist in der Regel ausverkauft. Außer bei dieser Gelegeneheit ist die Schaumburger Trachtenkapelle unter der Leitung von Lars Bögel bei diversen Schützen- und Erntefesten der Region und in der Regel auch bei den Grünkohlessen in der Obernkirchener Liethhalle zu hören. Die Kapelle sieht es als ihre Verpflichtung an, die Tradition der „Achttourigen“ aufrechtzuerhalten.




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