weather-image
13°

Eingeschränkte Möglichkeiten

Klimaschutzmaßnahmen in der Samtgemeinde Eilsen

EILSEN. Das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Jedermann ist aufgefordert, seinen Teil dazu beizutragen, eine weitere Erwärmung der Erde zu stoppen. Daher haben wir bei der Samtgemeinde Eilsen nachgefragt, welche Maßnahmen dort bereits umgesetzt worden sind.

veröffentlicht am 01.02.2019 um 12:25 Uhr
aktualisiert am 01.02.2019 um 16:50 Uhr

Dafür, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Samtgemeinde-Rathauses zu installieren, hat sich bislang keine Mehrheit in der lokalen Politik gefunden. Foto: wk
Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

EILSEN. Die Gefahren durch die vom Menschen verursachte globale Erderwärmung, die unter anderem Folge des übermäßigen Verbrauchs fossiler Brennstoffe und eines daraus resultierenden zu hohen Kohlendioxid-Ausstoßes ist, werden schon seit Langem diskutiert. Zu den Maßnahmen, diese besorgniserregende Entwicklung zu stoppen, zählen vor allem die Reduzierung des Energieverbrauchs und die Nutzung regenerativer Energiequellen. Da stellt sich die Frage, was die Samtgemeinde Eilsen als Kommune in Sachen Klimaschutz unternimmt.

„Die Samtgemeinde Eilsen ist aufgrund ihrer geringen Flächengröße von knapp 14 Quadratkilometern und anderen Vorgaben wie der Bundesautobahn 2, dem Flugverkehr (Flugplatz Achum), ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten und Naturschutzgebieten hinsichtlich bestimmter Vorhaben eingeschränkt“, erklärt Bernd Schönemann. „So ist zum Beispiel die Errichtung von Windkrafträdern ausgeschlossen.“ Daher müsse sich die Samtgemeinde in Sachen Klimaschutz also überwiegend auf deren eigene kommunale Gebäude und etwa Flächen konzentrieren.

In diesem Kontext verweist er auf die Grundschule Heeßen und die dortige Turnhalle, die mit einer Photovoltaikanlage (Schule) beziehungsweise einer Solarthermieanlage (Turnhalle) versehen worden sind. Doch damit nicht genug.

„In der Grundschule Heeßen haben wir gerade im vergangenen Jahr über 50 Fenster ausgetauscht, um Energie zu sparen“, führt der Verwaltungschef weiter aus. Bei der Kindertagesstätte Sinai habe man 2018 an der Ostseite des Gebäudes für einen fünfstelligen Eurobetrag eine Verkleidung nebst besserer Wärmedämmung anbringen lassen, anstatt die verwitterte Fassade lediglich renovieren zu lassen.

Ergänzend merkt er an, dass das ebenfalls in der Schulstraße (Heeßen) gelegene Gebäude, in dem die Kindertagesstätte Emmaus untergebracht ist, im Jahr 2008 errichtet worden und entsprechend dem damaligen Standard gedämmt ist. Überlegt habe man im Rahmen der Bauplanung seinerzeit, diese Immobilie mittels umweltfreundlicher Geothermie zu beheizen. Doch sei dies letztlich nicht möglich gewesen, da das Gebäude in einem Heilquellenschutzgebiet steht, für die Nutzung der Erdwärme aber eine rund einhundert Meter tiefe Erdbohrung erforderlich gewesen wäre.

Ferner berichtet Schönemann, dass er als Bürgermeister vor Jahren mal angeregt hat, auf dem Dach des Samtgemeinde-Rathauses in Bad Eilsen eine Photovoltaikanlage installieren zu lassen. Im Samtgemeinderat habe sein Vorschlag jedoch keinen Zuspruch gefunden, und bislang sei dieser Gedanke auch nicht wieder von der lokalen Politik aufgenommen worden. Als Gegenargument seien damals die Dachform des Verwaltungsgebäudes und „optische Gründe“ genannt worden.

In den Büros im Rathaus ist indes laut Schönemann schon seit einigen Jahren eine energiesparende Beleuchtung installiert, die sich bei Verlassen des Raums oder bei einer ausreichenden natürlichen Helligkeit automatisch ausstellt. Und nicht zuletzt („Diese Liste ließe sich weiter ausführen“) sind die Straßenbeleuchtungen vonseiten der Mitgliedsgemeinden bereits zum großen Teil auf ebenfalls stromsparende LED-Technik umgestellt worden.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare