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Tropfen, Schütteln, Schleudern

Marion Winzer – eine Künstlerin, die mit viel „Action“ malt

BAD EILSEN. Dass man zum Malen nicht immer einen Pinsel braucht, hat Marion Winzer bei der letzten Ausstellung der Reha-Klinik unter Beweis gestellt. Sie beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der Kunst-Technik „Action Painting“ und ist nach wie vor von deren Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten begeistert.

veröffentlicht am 26.04.2019 um 00:00 Uhr

„Action Painting“ ist eine Mal-Technik, die Marion Winzer begeistert. Derzeit sind einige Kunstwerke von ihr in der Wandelhalle des Reha-Zentrums Bad Eilsen zu sehen. Foto: hil
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Autor

Anja Hillmann Reporterin
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.BAD EILSEN. Dass man zum Malen nicht immer einen Pinsel braucht, hat Marion Winzer bei der jüngsten Ausstellung der Reha-Klinik unter Beweis gestellt. Sie beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit der Kunst-Technik „Action Painting“ und ist nach wie vor von deren Vielfalt der künstlerischen Möglichkeiten begeistert.

Winzer arbeitet zwar hauptberuflich als Ernährungsberaterin in der Reha-Klinik Bad Eilsen, ihre wahre Leidenschaft jedoch gehört der Kunst. Nachdem sie bereits in der Jugend gerne gemalt und gezeichnet hat, freundete sie sich über die Jahre besonders mit der Acryl-Farbe an. Während einige ihrer Werke nach Feierabend in den eigenen vier Wänden entstehen, verbringt sie auch viel Zeit mit einer Gruppe Gleichgesinnter, ihrem Künstlertreff. Bei den Treffen wird gezeichnet, getöpfert, gemalt, aber auch gekocht – oder es wird sich einfach nur ausgetauscht. Dort – unter Freunden – holt sie sich nicht selten Anregungen und Ideen für neue Bilder.

In Abständen konnte Winzer in der Kunstfabrik Hannover Kurse namhafter Künstler besuchen und dadurch ihr eigenes Wissen und ihre Fähigkeiten sehr erweitern. So hat sie vor einiger Zeit „Action Painting“ kennengelernt. Hierbei wird zunächst ganz dünnflächig Farbe auf die Leinwand gebracht. Je nach gewünschtem Effekt, wird die Farbe mehrmals abgewischt und wieder aufgebracht, sodass ein feiner facettenreicher Untergrund entstehen kann. „Im zweiten Arbeitsschritt geht man mit seiner Leinwand am besten in den Garten, wenn man einen hat“, so die Barsinghäuserin. Die Farbe wird aus Eimern oder kleinen Töpfen auf die Leinwand getropft. Anschließend nimmt die Künstlerin die Leinwand zum Beispiel über den Kopf und wirbelt sie in kreisenden Bewegungen herum. Dadurch fließen die Farben zufällig über- und ineinander. Diese gewollte „Spuren“ verleihen jedem Bild einen einzigartigen Charakter. „‚Action Painting’ macht Spaß und bringt tolle Ergebnisse“, so Winzer. Ihre eigene Idee war es, diese Mal-Technik mit Kreidezeichnung und Collagen zu erweitern. Mittels dieser Kombinationen sind zwei ihrer derzeitigen Lieblingsbilder entstanden.

In 2017 konnte sich Marion Winzer einen großen Traum verwirklichen und einige Monate bei den „Kiwis“ und „Down Under“ verbringen. Mit 15 Kilogramm Gepäck im Rucksack hat sie sich drei Monate in Neuseeland sowie drei Monate in Australien aufgehalten. In dieser Zeit konnte sie an verschiedenen Orten arbeiten, sich aber auch ausgiebig mit der Kunst beschäftigen, Museen besuchen oder Malkurse belegen. „Das war eine ganz tolle Lebenserfahrung für mich, künstlerisch wie privat. Vor allem hat es mir gezeigt, dass man auch im fortgeschrittenen Alter noch solche Abenteuer erleben und sich weiterentwickeln kann.“

Während ihrer Zeit auf der südlichen Erdhalbkugel konnte Winzer viele Eindrücke sammeln, die sie nun auch immer wieder in ihrer Farbwahl und den Motiven ihrer Bilder einfließen lässt.




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