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Diakon-Stelle soll aufgestockt werden

Mehr Geld erforderlich

BAD EILSEN. Der kirchliche Förderkreis Kind & Jugend möchte, dass aus der von Diakon Ingmar Everding bekleideten Teilzeitstelle im nächsten Jahr eine Vollzeitstelle gemacht wird. Dafür wird aber noch mehr Geld benötigt als ohnehin schon.

veröffentlicht am 12.12.2018 um 10:38 Uhr
aktualisiert am 12.12.2018 um 16:30 Uhr

Im Bad Eilser Gemeindehaus hat der Diakon Ingmar Everding über die Kinder- und Jugendarbeit berichtet. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BAD EILSEN. Ohne Moos nix los – das gilt auch für die gemeinsame Kinder- und Jugendarbeit der beiden Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden Bad Eilsen und Steinbergen. Daher ist dort vor einiger Zeit ein Förderkreis Kind & Jugend gegründet worden, der sich um die Finanzierung der von Ingmar Everding bekleideten Diakon-Stelle kümmert.

Anstoß dazu hatte gegeben, dass die zuvor hierfür zuständige Landeskirche Schaumburg-Lippe jene Stelle komplett aus dem Personalplan gestrichen hat. Seit knapp eineinhalb Jahren wird Everdings Gehalt daher aus vom Förderkreis eingeworbenen Spendengeldern sowie Zuschüssen der Samtgemeinde Eilsen bezahlt, wobei dessen frühere Vollzeitstelle aus Kostengründen aber auf 50 Prozent eingekürzt worden ist. Angestellt ist er nicht mehr bei der Landeskirche, sondern bei der Edeltraut-Radczewski-Stiftung. Die beiden Kirchengemeinden Bad Eilsen und Steinbergen haben sich jedoch bereit erklärt, zur Not mit eigenem Geld in die Bresche zu springen, sollte es mit der Finanzierung der zudem nur befristeten Teilzeitstelle knapp werden. So viel zur Vorgeschichte.

Weil also auch weiterhin Spendengelder und kommunale Zuschüsse für die Kinder- und Jugendarbeit benötigt werden, hat der Förderkreis jetzt zu einer Informationsveranstaltung in das Bad Eilser Gemeindehaus eingeladen. Dabei gab Everding einen Überblick über das, was unter seiner Regie seit Sommer 2017 so alles in Sachen Kinder- und Jugendarbeit gelaufen ist. So stellte er den Teamer-TurmTreff, die Kirchenband, die Technik-Crew und andere kirchliche Gruppen vor, in denen sich junge Leute ehrenamtlich engagieren. Ferner informierte er über die durchgeführten Sommer- und Wochenendfreizeiten, über Veranstaltungen wie die „Nacht der Geschichten“ und den „Brunch for Kids“, über von Jugendlichen gestaltete Gottesdienste und über die alljährlichen „Weihnachtsmusical“-Projekte. Die Beteiligung am Ferienspaß-Programm der Samtgemeinde erwähnte er ebenfalls.

Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sei hier etwas Besonderes geschaffen worden, resümierte Pastor Hendrik Blank (Bad Eilsen). Zudem merkte er an, dass junge Menschen, die sich in der Kirche engagieren, erfahrungsgemäß auch in der Gesellschaft sozial engagierter seien.

Bislang habe man es leider noch nicht geschafft, aus der halben Stelle wieder eine ganze zu machen, erklärte Manfred Schramke, Sprecher des Förderkreises. Jedoch habe man sich zum Ziel gesetzt, dass jene Stelle zum 1. August 2019 auf eine Vollzeitstelle aufgestockt wird. So oder so könne diese auf Dauer aber nur finanziert werden, wenn verlässliches Spendengeld und Zuschüsse der Samtgemeinde reinkommen, betonte der Ehrenamtliche. Allein die halbe Diakon-Stelle koste – die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung eingerechnet – pro Jahr 30 000 Euro. Die angedachte Vollzeitstelle würde folglich mit insgesamt 60 000 Euro pro Jahr zu Buche schlagen.

Die von Everding verantwortete Kinder- und Jugendarbeit sei „spitzenmäßig“, sagte Bernd Schönemann, der Bürgermeister der Samtgemeinde Eilsen. Daher hoffe er, dass die Samtgemeinde diese auch weiterhin bezuschussen könne. Hierüber werde allerdings der Samtgemeinderat bei der im Februar kommenden Jahres anstehenden Haushaltssitzung entscheiden.

Enttäuscht zeigte sich Schönemann darüber, dass – trotz entsprechender Einladung – von den insgesamt 19 Ratsmitgliedern nur fünf Personen zu der jetzigen Informationsveranstaltung gekommen seien. „Das stimmt mich ein bisschen traurig“, verriet er.

Als 1. Stellvertretende Samtgemeindebürgermeisterin warf Christel Bergmann (SPD) hierzu ein, dass ihre Ratsfraktion „voll“ hinter der kommunalen Bezuschussung der von Everding geleisteten Jugendarbeit stehe. Denn: „Unsere Jugendlichen sind unsere Zukunft.“




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