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Gymnasium Ernestinum spendet 400 Euro für UNICEF

Millionen Kinder leiden Not

BAD EILSEN. Das UNICEF-Team Schaumburg freut sich über eine Geldspende des Gymnasiums Ernestinum aus Rinteln, mit der Kindern in der Krisenregion Jemen geholfen werden soll. Hierfür haben Schüler der sechsten Jahrgangsstufe und Mitglieder der Schülervertretung unter anderem Pfandflaschen in der Stadt gesammelt.

veröffentlicht am 14.12.2018 um 10:34 Uhr
aktualisiert am 14.12.2018 um 16:00 Uhr

In der Aula überreichten fünf Schülervertreter, Lehrer Giso Ansorge (3.v.re.) und Schulleiter André Sawade einen das gespendete Geld symbolisierenden Scheck an Hannelore Stühm (2.v.re). Mit dabei: die UNICEF-Team-Schaumburg-Mitstreiterinnen Astrid Hä
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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.BAD EILSEN. „Weltweit brauchen 140 Millionen Kinder unsere Hilfe“, sagt Hannelore Stühm über die Arbeit des internationalen Kinderhilfswerkes UNICEF. Sie selbst leitet das in Bad Eilsen ansässige UNICEF-Team Schaumburg, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf diese Not hinzuweisen und Gelder einzuwerben, mit denen das Leid von in Krisen- und Katastrophenregionen sowie etwa Flüchtlingslagern lebenden Kindern gemindert werden kann.

Hierzu verkaufen Stühm und ihre Mitstreiter zum einen Grußkarten von UNICEF, wobei der Verkaufserlös den karitativen Projekten dieser Organisation zugutekommt. Zum anderen sammelt das UNICEF-Team Geldspenden, die es in voller Höhe an das im Dezember 1946 von den Vereinten Nationen gegründete Kinderhilfswerk weiterleitet.

So hat das UNICEF-Team Schaumburg gerade erst eine 400-Euro-Geldspende des Rintelner Gymnasiums Ernestinum erhalten, mit der auf Wunsch der Schule respektive deren Schülervertretung Kindern im Jemen geholfen werden soll. Jemen ist ein Staat im Südwesten der Arabischen Halbinsel, in dem nun schon seit Jahren ein Mehrfrontenkrieg ausgetragen wird, der nach Information von UNICEF zu einer der schlimmsten humanitären Katastrophen weltweit geführt hat.

In Anbetracht des sich im Jemen abspielenden Dramas und der für die Versorgung der dort leidenden Menschen (Millionen Kinder sind auf humanitäre Hilfe angewiesen) benötigten Gelder sind 400 Euro freilich nicht viel. Doch kann man mit diesem Spendenbetrag schon „eine ganze Menge machen“, betont Stühm, und nennt ein paar Beispiele: 90 Packungen Spezialmilch für schwer mangelernährte Kleinkinder kosten 53 Euro, 400 Schutzimpfungen gegen Kinderlähmung (Polio) können mit 60 Euro finanziert werden und 630 Päckchen Erdnusspaste für mangelernährte Kinder, die wieder an Nahrung gewöhnt werden, kosten 265 Euro.

Zum Hintergrund der Geldspende erklärt Giso Ansorge, Lehrer und UNICEF-Beauftragter des Gymnasiums Ernestinum, dass die Klassen der sechsten Jahrgangsstufe anlässlich des von UNICEF ausgerufenen „Tages der Kinderrechte“ (20. November) ein dreitägiges Projekt durchgeführt hatten. In dessen Rahmen informierten sie die Klassen der fünften bis neunten Jahrgangsstufe über eben jene „Kinderrechte“, zu denen etwa „Gesundheit“, „Bildung“ und „Schutz im Krieg und auf der Flucht“ gehören. Zudem verkauften sie Kuchen in der Schule (Erlös circa 177 Euro). Überdies sammelten sie an ihrer Schule und in der Stadt Pfandflaschen (Erlös circa 70 Euro). Unterstützt wurden die Sechstklässler bei diesem Projekt von der Schülervertretung (SV), und zwar konkret von den Mitgliedern Gianluca Willmsmeier, Zoe Elisa Mühlenhoff, Louis Grill, Anna Rauhut und Paul Wrosch. Den erzielten Gesamterlös rundete die Schulleitung schließlich auf 400 Euro auf.

Ergänzend merkt Ansorge an, dass das Gymnasium außerdem einhundert UNICEF-Grußkarten gekauft hat, um das Kinderhilfswerk auch auf diese Weise zu unterstützen.




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