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Musiker Marty Hall spielt am 27. Dezember in der Wandelhalle / Der Eintritt ist frei

Minimalismus ist sein Markenzeichen

BAD EILSEN. Mit seinem Blues, seinem Rock und seinen Balladen hat der kanadische Gitarrist, Singer/Songwriter Marty Hall die Musik zu seiner eigenen hohen Kunstform des Minimalismus entwickelt – sein Markenzeichen. Hall kommt in Kürze aus Kanada, um hierzulande in zwei Rehakliniken aufzutreten. Eines der Konzerte findet am Donnerstag, 27. Dezember, von 19 bis 20 Uhr in der Wandelhalle des Bad Eilser Rehazentrums statt.

veröffentlicht am 21.12.2018 um 11:00 Uhr
aktualisiert am 21.12.2018 um 20:00 Uhr

Marty Hall – ein Ästhet unter den Musikern. Foto: Mario Kegel
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Der Eintritt ist frei. Neben den Patienten ist ausdrücklich auch die Öffentlichkeit eingeladen.

Der Ästhet Marty Hall gehört zu den Musikern, die es schaffen, ihr Publikum schon mit den ersten Takten zu fesseln.

In den Worten der Süddeutschen Zeitung: „Hall, so scheint es, hat eine ganze Band in seine Gitarre gestopft.“ Alle Stimmen eines kompletten Arrangements seien zu hören: Akkorde, Bassläufe, Rhythmus, Backbeats. Dazu gesellten sich verspielte Einwürfe, verzierungsreiche Soli. Dies alles aus einem Instrument hervorzuzaubern, erfordere nicht nur ein hohes Maß an Spielkultur und instrumentaler Klasse, sondern auch viel Einfühlungsvermögen und Disziplin, „um nicht alles zu Tode zu solieren, sondern den Stimmen gleichermaßen ihren Raum zu lassen“. Halls Gesang verschmelze mit diesem Instrumentalklang. Das sei „äußerst puristisch und doch voll inniger Wärme und Leidenschaft“.

Nach dem 2017 veröffentlichten neunten Album „Platinum Blues“ (N13 Music), einer Solo-Aufnahme mit Präsentationen von Klassikern von B.B. King, Jimmy Reed, Big Joe Williams und ihresgleichen, schloss sich für Marty wieder der Kreis mit der „Platinum Blues Tour 2018“, durch Deutschland, Österreich und der Schweiz, die die Grundlage zur Entstehung der kanadischen Dokumentation „Marty Hall – Canadian Bluesman“ war. Nun in Vollzeit zurück auf der Bühne, nachdem es vor 13 Jahren zu einem abrupten Karriereabbruch durch einen schweren Autounfall kam, erziele er „ein Performance-Niveau, das in jeder Hinsicht über das zuvor Erlangte hinausgeht“. Diese Leistung wurde aufgegriffen und gewürdigt in einem biografischen Porträt von Marty in einer Ausgabe des deutschen Musikmagazins „Jazzpodium“.

Wenn Marty Hall Tom Pettys „I won‘t back down“ anstimmt, dann sei das für ihn mehr als nur ein Song – vielmehr eine Hymne, ebenso wie ein Lebensmotto. r.




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