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Instandsetzung teurer als gedacht

Musikmuschel im Bad Eilser Kurpark muss saniert werden

BAD EILSEN. Die denkmalgeschützte Musikmuschel im Bad Eilser Kurpark bietet schon seit Langem einen traurigen Anblick. Vor einem Jahr hat sich die lokale Politik bereits mit diesem Thema befasst. Die Gemeindedirektorin des Kurortes erklärt, warum das Bauwerk bislang noch nicht saniert worden ist.

veröffentlicht am 18.02.2019 um 11:06 Uhr
aktualisiert am 18.02.2019 um 16:50 Uhr

Einen schönen Anblick bietet die Musikmuschel in ihrem derzeitigen Zustand nicht mehr. Foto: wk
Michael_Werk

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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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BAD EILSEN. Der Zahn der Zeit hat seine Spuren an der im Bad Eilser Kurpark gelegenen alten Musikmuschel hinterlassen: Die Wände weisen Risse auf, der Außenputz ist stellenweise abgeplatzt, die Holzdielen im Inneren sind abgenutzt, und die Mechanik der Markise ist verrostet. Dass dort Handlungsbedarf besteht, hat auch die Gemeinde Bad Eilsen erkannt.

Bereits vor einem Jahr nahm deren Bauausschuss das denkmalgeschützte Bauwerk in Augenschein, um einen genaueren Eindruck von den entstandenen Schäden zu gewinnen und den Sanierungsaufwand abzuschätzen. Auf die Instandsetzung wartet die Musikmuschel indes noch immer.

Das Ganze werde teurer als ursprünglich gedacht, daher sei man dieses Vorhaben noch nicht angegangen, erklärt Gemeindedirektorin Svenja Edler auf Anfrage. Angenommen habe die Verwaltung, dass 10 000 bis 15 000 Euro für die Sanierung reichen würden. Doch eine im Juni vergangenen Jahres von einem beauftragten Ingenieurbüro erstellte Kostenschätzung habe dann einen Investitionsaufwand in Höhe von circa 20 000 bis 25 000 Euro ergeben. Nur Farbe reiche da nicht, betont sie.

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Schadhafter Außenputz: Mit ein bisschen Farbe ist es hier nicht getan. Foto: wk

In der demnächst anstehenden Haushaltssitzung der Gemeinde wird Edler zufolge erneut über dieses Thema beraten. Diskutiert werden dürfte dabei auch über die Frage, ob die blaue Markise, deren Tuchstoff mittlerweile „dreckig und mürbe“ ist, erhalten bleiben soll oder nicht. Dabei sei die Politik laut der Gemeindedirektorin der Meinung, dass die Markise allein schon als Schattenspender weiterhin benötigt werde. Außerdem habe diesbezüglich auch der Denkmalschutz ein Wörtchen mitzureden.

So oder so: Es wäre schon schön, wenn die Musikmuschel hergerichtet würde, sagt die Gemeindedirektorin. Dabei verweist sie auch auf das umstehende denkmalgeschützte Gebäudeensemble, das aus dem Georg-Wilhelm-Haus und dem Palais im Park (sind bereits saniert) sowie dem Fürstenhof und dem Badehotel (werden gerade saniert) besteht. Wenn drum herum alles gemacht sei, könne letztlich auch die Musikmuschel nicht so bleiben wie jetzt, findet Edler.




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