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10.500 Euro Investition gerechtfertigt?

Neues Kommunalfahrzeug sorgt für Diskussionen

LUHDEN. In der Gemeinde Luhden ist der Gemeindearbeiter Frank Wagner mittlerweile mit einem orangefarbenen Kommunalfahrzeug unterwegs, wenn er seinem Job nachgeht. Rund 10.500 Euro hat die Gemeinde für den Kauf dieses gebrauchten Kommunalfahrzeugs bezahlt. Ist diese Investition notwendig? Die Gemeinde diskutiert.

veröffentlicht am 18.01.2019 um 10:02 Uhr

Rüdiger Schmidt (rechts) ist überzeugt, dass die Anschaffung des für die Arbeiten von Gemeindearbeiter Frank Wagner gedachten Kommunalfahrzeugs sinnvoll ist. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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LUHDEN. In der Gemeinde Luhden ist der Gemeindearbeiter Frank Wagner mittlerweile mit einem orangefarbenen Kommunalfahrzeug unterwegs, wenn er seinem Job nachgeht. Dazu zählt nach Auskunft von Bürgermeister Rüdiger Schmidt unter anderem das Sauberhalten von Grünflächen und des örtlichen Denkmals sowie von Straßen und Bushaltestellen. Auch um den Grünschnitt kümmert sich der auf 450-Euro-Basis beschäftigte Gemeindearbeiter, dessen Arbeit die vom Bauhof der Samtgemeinde Eilsen zu erbringenden Leistungen ergänzt.

Rund 10 500 Euro hat die Gemeinde für den Kauf dieses gebrauchten Kommunalfahrzeugs bezahlt. Es handelt sich um einen VW Transporter mit Pritsche und Planenaufsatz, Erstzulassung im Jahr 2006. Das Geld ist aus Sicht von Schmidt gut angelegt: „Ich bin der Meinung, das rentiert sich“, sagt er und nennt hierfür gleich mehrere Gründe. So muss Wagner die für die Arbeit benötigten Gerätschaften (etwa Rasenmäher, Motorsense und Laubbläser) nun nicht mehr im eigenen Privatwagen transportieren.

Zudem ist man für den Abtransport von beispielsweise Grünschnitt nicht mehr auf die Dienste des Bauhofes angewiesen. Vielmehr kann Wagner dies nun selbst erledigen. Und schließlich trägt das Kommunalfahrzeug aufgrund seiner auffälligen Farbe und der hinten oben am Planenaufsatz angebrachten großen Warnleuchten auch zur Sicherheit des Gemeindearbeiters bei, wenn dieser am Rande der Straßen zu tun hat. „Man sieht es eher“, betont der Bürgermeister.

Innerhalb der Gemeinde herrscht jedoch keineswegs Einigkeit über die Notwendigkeit der Investition. So hat Gemeindedirektor Andreas Kunde bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates durchblicken lassen, dass er noch nie derart „unwillig“ einen Vertrag unterschrieben habe wie denjenigen über den Kauf dieses Fahrzeugs.

Es habe im Vorfeld schon Diskussionen wegen der Anschaffung des VW Transporters gegeben, räumt Schmidt gegenüber dieser Zeitung ein. So sei die Verwaltung (gemeint ist Kunde) der Meinung, dass die Kosten für den Kauf und die Unterhaltung eines Kommunalfahrzeugs zu hoch seien in Anbetracht dessen, dass dies nur von einer 450-Euro-Kraft der Gemeinde genutzt wird. Doch der Gemeinderat habe dann – bei einer Stimmenthaltung – nahezu geschlossen für die Anschaffung des Fahrzeugs gestimmt.




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