weather-image
21°

Abgesperrter Bereich im Kurpark

Nicht betreten! Fuchsrote Sandbiene nistet auf Grünfläche

BAD EILSEN. Um die auf einer Rasenfläche in den Boden gegrabenen Niströhren der Fuchsroten Sandbiene zu schützen, hat der Bauhof der Gemeinde Bad Eilsen jenen Bereich des Kurparks vorübergehend abgesperrt.

veröffentlicht am 30.04.2019 um 00:00 Uhr

Die von Bertram Meyer aufgestellte kleine Info-Tafel klärt Besucher über den Zweck der Absperrung auf. Foto: wk
Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BAD EILSEN. Zum Schutz der in Erdröhren nistenden Fuchsroten Sandbiene (auch Rotpelzige Sandbiene genannt) ist eine schüttere Rasenfläche des Bad Eilser Kurparks mit rot-weißem Trassierband abgesperrt worden. Eine dort zusätzlich aufgestellte kleine Hinweistafel informiert vorbeikommende Spaziergänger über den Grund dieser Maßnahme, verbunden mit der Bitte, die Grünfläche nicht zu betreten.

Dass das darauf abgebildete, diese Wildbienenart zeigende Foto von den Farben her schon ein bisschen verblichen ist, liegt daran, dass das Schild schon mehrfach zum Einsatz gekommen ist. Laut Bertram Meyer, Leiter des örtlichen Bauhofs, nistet die Fuchsrote Sandbiene (lateinisch: Andrena fulva) seit ein paar Jahren auf dieser Rasenfläche. Entdeckt worden war deren dortiges Vorkommen seinerzeit von einer aufmerksamen Bürgerin, die daraufhin die Gemeindeverwaltung auf die Wildbienenpopulation und deren Brutröhren aufmerksam gemacht hatte. Und seitdem werden alljährlich im Frühjahr das Absperrband gespannt und das Info-Schild aufgestellt.

Damals hatte die mitunter in Kolonien lebende und weit verbreitete Fuchsrote Sandbiene aufgrund einer Überschwemmung des Kurparks ideale Bedingungen auf der nahe der Bahnhofstraße gelegenen Rasenfläche gefunden, so Meyer. Denn mit dem Wasser sei auch viel sandiger Boden auf die Grünanlage gespült worden, der dort dann nach dem Trockenfallen liegen geblieben sei. Entsprechend hoch war ihm zufolge die Anzahl der bis zu einem halben Meter tiefen Niströhren, während aktuell deutlich weniger Eingangslöcher auszumachen sind. Ursächlich für die Abnahme könnte nach Vermutung des Bauhofleiters sein, dass der Sand mittlerweile wieder ausgewaschen und der Boden somit wieder stärker verdichtet ist.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare