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Nach Baumfällskandal: CDU-Ratsherr Thomas Beckmann zürnt gegen die Presse

Nicht zu bremsen

veröffentlicht am 24.11.2017 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 25.11.2017 um 13:40 Uhr

Michael_Werk

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Reporter zur Autorenseite

LUHDEN/BAD EILSEN. Zu einem von dem Luhdener CDU-Ratsmitglied Thomas Beckmann verursachten Eklat ist es bei der Sitzung des Rates der Gemeinde Luhden gekommen.

Grund hierfür waren jedoch nicht etwa Differenzen zwischen den Ratsfraktionen, sondern die Berichterstattung unserer Zeitung über eine von Bad Eilsens 1. Vize-Bürgermeister Rolf Prasuhn (CDU) als Bauherr in Bad Eilsen veranlasste Baumfällung. Über die diesbezüglichen Zeitungsartikel zeigte sich Beckmann überaus verärgert.

Ungeachtet der bei der Ratssitzung anstehenden Tagesordnung ging Beckmann den kurz zuvor in den Raum gekommenen Autor dieser Zeilen (und Verfasser der besagten Zeitungsberichte) urplötzlich verbal hart an. So warf er unserer Zeitung vor, eine Hetzjagd gegen Prasuhn zu veranstalten. Dazu bemühte er folgenden Vergleich: Wenn ein Asylbewerber einem zweijährigen Kind die Kehle durchschneide, dann werde der Name jenes Asylbewerbers in der Zeitung nicht erwähnt, wetterte Beckmann. Aber der Name Prasuhn sei sehr wohl in der Zeitung genannt worden.

Damit nicht genug, unterstellte Beckmann unserer Zeitung eine parteiische Berichterstattung, ohne dies jedoch näher zu begründen. Zudem deutete er an, dass er sich im öffentlichen Teil der Sitzungen des Luhdener Gemeinderats bei Anwesenheit des besagten Pressevertreters fortan nicht mehr zu Wort melden werde.

Vergeblich hatte Luhdens Bürgermeister Rüdiger Schmidt (CDU) seinen erregten Parteikollegen in dessen Vortrag zu bremsen versucht, bevor dieser, Beckmann, schließlich von sich aus fertig war.




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