weather-image
16°

Gerd Bohne schreibt „Kapplers Hut“

NS-Politthriller mit Gestapo-Scherge aus Bad Eilsen

BAD EILSEN/BURGDORF. Nach seinem Debütroman „Die Brosche“ hat Gerd Bohne nun den Folgeroman „Kapplers Hut“ angekündigt. Dieser Politthriller wird ab April erhältlich sein. In der neuen Geschichte geht es unter anderem um einen hochrangigen, aus Bad Eilsen stammenden Gestapo-Offizier.

veröffentlicht am 14.03.2019 um 11:13 Uhr

In seinen Politthrillern arbeitet der Buchautor Gerd Bohne den deutschen Nationalsozialismus auf. Foto: wk
Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BAD EILSEN/BURGDORF. Die Zeit des Nationalsozialismus und die damals von den Nazis begangenen, immer noch unfassbaren Verbrechen, sind ein besonderes Interessengebiet des Burgdorfers Gerd Bohne. Schon seit jungen Jahren beschäftigt sich der Hobbyhistoriker mit diesem Thema, indem er etwa in Archiven alte Dokumente sichtet und Hintergründe zu Personen und Ereignissen recherchiert. Der Drang, mehr über dieses dunkle Kapitel der deutschen Geschichte zu erfahren, hat ihn sogar in andere Länder geführt, um dort Informationen zu sammeln.

Dieses Interesse gepaart mit einer gehörigen Portion Fhantasie und Spaß am Schreiben hat Bohne schließlich zum Buchautor werden lassen. „Die Brosche“ lautet der Titel seines im vergangenen Jahr im Hamburger Tredition Verlag veröffentlichten, „auf wahren Geschehnissen“ basierenden Politthrillers. In der Story geht es um ein mehr als 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges aufgetauchtes Schmuckstück, das in der Kleidung einer im deutsch-tschechischen Grenzgebiet angespülten Wasserleiche entdeckt wird. „Die Sensation ist perfekt, als die frühere Besitzerin der Preziose identifiziert wird: Claretta Petacci, die ehemalige Geliebte Benito Mussolinis, seines Zeichens italienischer Diktator“, heißt es in einer Beschreibung (www.edition-hermann-weber.de) zu diesem Roman. Und weiter: Durch ihre Nachforschungen geraten die beiden Hauptpersonen dieser Geschichte - ein Hobbyhistoriker namens „Hermann Weber“ und dessen Freundin „Rosa Cigara“ - „in einen Strudel aus Intrigen und Gewalt“. Auch für die ermittelnden Polizisten entwickele sich ein „hochexplosives Gemisch von unterschiedlichsten Interessen in Vergangenheit und Gegenwart“.

An sein rund 420 Seiten starkes Erstlingswerk anknüpfend, erscheint im April nun bereits der Folgeroman „Kapplers Hut“, in dem Bohne ebenfalls wahre Begebenheiten mit Fiktion vermengt hat, um dem Leser eine spannende Geschichte zu präsentieren. Diese dreht sich - so Bohne - um die Frage, „wer die Fäden gezogen hat“, dass der in Italien wegen Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft verurteilte SS-Obersturmbannführer Herbert Kappler im Jahr 1977 aus dem Gefängnis nach Deutschland habe fliehen können. Auch in dieser Story recherchiert „Hermann Weber“, wobei dieser laut Buchbeschreibung „Zusammenhänge zwischen dem Verschwinden des Mussolini-Schatzes 1945, einem Netzwerk ehemaliger SS-Angehöriger und Gestapo-Leute sowie deren Nachfahren in Neonazi-Kreisen“ entdeckt.

Eine wichtige Rolle spielt in diesem neuen Politthriller zudem eine Figur, der Bohne den Namen „Fritz Meyers“ gegeben hat. Tatsächlich soll es sich dem Autor zufolge dabei um eine 1905 in Bad Eilsen geborene Person handeln, deren Spur sich durch die ganze Nazi-Zeit bis ins Umfeld von Adolf Eichmann („Organisator des Holocausts“) ziehe. Unter anderem soll diese Person demnach bei der Gestapo für die Partisanenbekämpfung in Belgrad zuständig gewesen sein. „Er war berüchtigt für seine Verhörmethoden“, betont Bohne.

„Kapplers Hut“ wird allerdings noch nicht das Ende der Reihe um den von Bohne erdachten Hobbyhistoriker „Hermann Weber“ sein. Vielmehr hat er nach eigenen Angaben Stoff für mindestens fünf bis sechs Bücher.

Über sich selbst berichtet der 65-jährige Burgdorfer auf Nachfrage, dass er in jungen Jahren während seines Studiums der Wirtschaftswissenschaften (Abschluss: Diplom-Betriebswirt) nebenbei für linke Zeitungen geschrieben habe. Zuletzt sei er lange Zeit als Recycling-Fachmann im Segment des Gummi-Recyclings selbstständig tätig gewesen. Zu seiner beruflichen Vita gehört außerdem die Unterstützung von Beschäftigungsinitiativen im sozialen Bereich.

Weitere Informationen zu seiner Autorentätigkeit und seinen Politthrillern unter www.edition-hermann-weber.de.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare