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Gemeinderat legt Regeln für Außenwerbung fest

Ordentlich soll‘s sein

LUHDEN. Soll es weiterhin erlaubt werden, Werbebanner auf der zwischen der Bundesstraße 83 (Ampelkreuzung) und dem örtlichen „Penny“-Markt gelegenen, gemeindeeigenen Wiese zu platzieren? Und wenn ja, welche Regelungen sollen dafür zukünftig gelten? Mit diesen Fragen hat sich der Rat der Gemeinde Luhden in seiner Sitzung befasst. Grund hierfür ist, dass es nach Information der Verwaltung vermehrt Anfragen von Interessenten nach solch einer Reklamemöglichkeit gibt.

veröffentlicht am 27.11.2018 um 10:37 Uhr
aktualisiert am 27.11.2018 um 16:40 Uhr

Mitten auf der Wiese ein Metallgestell zu errichten und Werbung dranzuhängen, das ist nun vorbei. Zukünftig dürfen Werbebanner nur noch entlang der hinten im Bild zu sehenden Hecke platziert werden. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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LUHDEN. Soll es weiterhin erlaubt werden, Werbebanner auf der zwischen der Bundesstraße 83 (Ampelkreuzung) und dem örtlichen Penny-Markt gelegenen, gemeindeeigenen Wiese zu platzieren? Und wenn ja, welche Regelungen sollen dafür zukünftig gelten? Mit diesen Fragen hat sich der Rat der Gemeinde Luhden in seiner Sitzung befasst. Grund hierfür ist, dass es nach Informationen der Verwaltung vermehrt Anfragen von Interessenten nach solch einer Reklamemöglichkeit gibt.

Innerhalb der Ratsgruppe CDU-Bündnis 90/Die Grünen sei man diesbezüglich nicht zu einem Konsens gekommen, erklärte deren Sprecher, Thomas Beckmann (CDU). Seine persönliche Meinung sei, dass dort keine Werbung aufgestellt werden sollte. Die mehrheitliche Meinung in der Gruppe sei indes die, auf der Grünfläche zwar weiterhin Werbebanner zu erlauben, dafür aber hinsichtlich deren Art und Aufstellung genaue Regeln festzulegen.

Dies vorangestellt, schlug Beckmann im Namen seiner Ratsgruppe vor, die Größe der Werbebanner auf maximal 2,5 mal 1,3 Meter zu begrenzen. Zudem müssten diese an einem stabilen Metallrahmen befestigt werden. Je Banner sollte die Gemeinde von dem Werbenden fünf Euro Pacht pro Monat erheben, wobei dieser auch die Kosten für das Banner und den Metallrahmen tragen müsse.

An anderen Stellen im Gemeindegebiet sollte die Gemeinde Luhden entsprechende Werbung allerdings generell untersagen, ergänzte Beckmann.

Als Vorsitzender der SPD-Fraktion empfahl Bernd Gliese, lediglich heimischen Unternehmen das Aufstellen von Werbebannern zu gestatten. Mit dem von der Gruppe CDU-Bündnis 90/Die Grünen genannten Pachtbetrag ging er konform, aber hinsichtlich der Befestigung einen Metallrahmen vorzuschreiben, das halte er für übertrieben. Holzpfähle befand er als völlig ausreichend, da diese ja ebenfalls eine „feste Angelegenheit“ seien.

Hierzu merkte Ratsfrau Ellen Fischer (SPD) an, dass man zudem regeln müsse, wie die Werbung auf der Wiese platziert wird, damit das Ganze auch ordentlich aussieht und „kein Schilderwald“ entsteht. Woraufhin Bürgermeister Rüdiger Schmidt (CDU) betonte, dass in jedem Fall die Gemeinde entscheide, wo die Werbung hinkommt. Konkret würden die Banner zukünftig entlang einer am Rand der Wiese wachsenden Hecke platziert werden.

Genehmigungsfrei seien übrigens lediglich bis zu einem Quadratmeter große Werbeschilder. Für alles, was darüber hinausgehe, sei eine Baugenehmigung erforderlich, ergänzte Gemeindedirektor Andreas Kunde. Banner seien diesbezüglich jedoch (sofern nicht fest installiert und nur vorübergehend aufgehängt) ein Sonderfall, erklärte er.

„Ich bin mir da nicht sicher, ob es das Ortsbild verschönert“, gab Fischer noch zu bedenken. Wohingegen ihr Fraktionskollege Gliese meinte, dass man, was die Größe der zulässigen Werbebanner betrifft, „nicht zu kleinlich“ sein sollte.

Am Ende fasste der Gemeinderat den Beschluss, nur lokal ansässigen Unternehmen das Aufstellen von Werbebannern auf jener Wiese zu gestatten. Dabei gelten die genannten Maximalmaße 2,5 mal 1,3 Meter, wobei Werbeschilder mit mehr als einem Quadratmeter Fläche einer Baugenehmigung bedürfen. Und generell ist eine stabile Befestigung an Metallpfosten erforderlich. Je Werbeelement sind fünf Euro Pacht pro Monat fällig, allerdings ist von dem Werbenden der Pachtbetrag stets für insgesamt ein Jahr im Voraus an die Gemeinde zu entrichten.

Das Ortsparlament sprach sich außerdem dafür aus, Werbeschilder, die auf der anderen Seite der an der Wiese vorbeiführenden Dorfstraße in die Landschaft gestellt worden sind, entfernen zu lassen.




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