weather-image
33°

Palais im Park

Parkplatz-Debatte schmälert das positive Bild

BAD EILSEN. Die Entwicklung des „Palais im Park“ und die dortigen Großveranstaltungen, insbesondere die „Outlet Days“, sind Thema bei der jüngsten Sitzung der Samtgemeinderates gewesen. Kontrovers diskutiert worden ist in diesem Kontext die Parkplatzsituation im Ort.

veröffentlicht am 27.12.2018 um 13:04 Uhr
aktualisiert am 27.12.2018 um 17:10 Uhr

Das Bad Eilser „Palais im Park“ ist inzwischen weit über die Grenzen des Kurortes hinaus als stilvolle Event-Location bekannt. Foto: wk
Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

BAD EILSEN. Das „Palais im Park“ ist auf einem guten Weg – so kann man den Bericht zusammenfassen, den Bernd Schönemann dem Rat der Samtgemeinde Eilsen bei dessen jüngster Sitzung erstattet hat. Anlass hierfür hatten die vor Kurzem ausgerichteten „Outlet Days“ gegeben, die von mehreren Tausend Menschen besucht worden waren. Während Schönemann, der auch Geschäftsführer der die Verkaufsmesse ausrichtenden „Palais im Park“-Veranstaltungsgesellschaft ist, ein durchweg positives Bild zeichnete, gab es von einem Ratsmitglied Gegenwind. Doch der Reihe nach.

Als Veranstalter sei man „sehr zufrieden“ mit der Premiere der Bad Eilser „Outlet Days“, sagte Schönemann. Wahrscheinlich werde man daher auch im kommenden Jahr solch eine Verkaufsmesse aufziehen. Jedenfalls habe jener Aussteller, der bei der diesjährigen Ausgabe das komplette Erdgeschoss im Georg-Wilhelm-Saal belegt hatte (Spazio Lagerverkauf), schon jetzt zwecks erneuten Warenverkaufs den gleichen Platz für drei Tage 2019 verbindlich gebucht. Insgesamt seien für das kommende Jahr übrigens bereits rund 35 Veranstaltungen im „Palais im Park“ terminiert.

In den drei Jahren seit Eröffnung des „Palais im Park“ habe sich dies einen Namen gemacht, betonte Schönemann. Und adressiert an jene Stimmen in der Kommunalpolitik, die den Zuschussbedarf des Hauses monieren, erklärte er, dass man seitens der „Palais im Park“-Veranstaltungsgesellschaft „ständig dabei“ sei, „notwendige Schritte einzuleiten, um das Ganze nach vorne zu bringen“. So würden etwa die Preise für die gebotenen „Dienstleistungspakete“ um zehn Prozent erhöht und etwaige Sonderleistungen zukünftig extra berechnet. Auch wolle man keine Außenveranstaltungen (etwa „Mallorca-Party“ im Kurpark und „Bauernmarkt“ im Englischen Garten) mehr ausrichten.

Kritik gab es von Thomas Beckmann: Wegen der Großveranstaltungen sei es erforderlich, ein Parkplatzkonzept für das „Palais im Park“ zu erstellen, meinte das CDU-Ratsmitglied. Denn es sei doch „beschämend“, wenn ein örtlicher Nahversorger (gemeint war der Edeka-Markt Bolinger) auf eigene Rechnung einen Parkplatzdienst einsetzen müsse, um dessen Kundenparkplatz für die Kunden des Einkaufsmarktes freizuhalten.

Zudem berichtete Beckmann von einem anderen lokalen Einzelhändler, der eine mit Tageseinnahmen gefüllte Geldbombe bei der Sparkasse habe einwerfen wollte, dort aber wegen der „Outlet Days“ keinen Parkplatz gefunden habe. Daher habe jener Einzelhändler das Geld dann mit nach Hause nehmen müssen.

Schönemann erwiderte hierzu, dass es für die Besucher des „Palais im Park“ mehrere große Parkplätze im Ort gebe. So stehe an den Wochenenden beispielsweise auch der Parkplatz der Steuerakademie zur Verfügung. Und der von Beckmann erwähnte Marktbetreiber habe „überhaupt kein Problem“ mit den Veranstaltungen, da die Besucher zum Teil ja auch in dessen Geschäft einkaufen. Überhaupt sei es „äußerst positiv“ zu sehen, wenn durch die Veranstaltungen „Tausende Leute“ nach Bad Eilsen gelockt werden.

Ein Parkplatzkonzept sei durchaus sinnvoll, und die Gemeinde Bad Eilsen arbeite auch schon daran, ging Christel Bergmann, SPD-Ratsfrau im Samtgemeinderat und Bürgermeisterin des Kurortes, auf dieses Thema ein. Aber letztlich würden die Leute sowieso „da parken, wo sie wollen“.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare