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Müll auf Hausgrundstück vergraben

Polizei rückt mit Bagger an

AHNSEN. Auf einem bebauten Grundstück in Ahnsen sind große Mengen Müll in der Erde vergraben worden. Das hat eine von der Kriminalpolizei Bückeburg unter Einsatz eines Baggers durchgeführte Durchsuchung des Areals ergeben.

veröffentlicht am 08.04.2019 um 11:38 Uhr
aktualisiert am 08.04.2019 um 16:20 Uhr

Die Polizei hat ein Grundstück in Ahnsen nach vergrabenem Müll durchsucht. Foto: pr
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AHNSEN. Auf einem bebauten Grundstück in Ahnsen sind große Mengen Müll in der Erde vergraben worden. Das hat eine von der Kriminalpolizei Bückeburg unter Einsatz eines Baggers durchgeführte Durchsuchung des an der Friedrich-Ebert-Straße gelegenen Areals ergeben.

„Es gab konkrete Hinweise, dass dort Abfälle vergraben werden“, informiert Matthias Auer, der Pressesprecher des Polizeikommissariats. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Bückeburg habe die Polizei daraufhin Ermittlungen angestellt und schließlich über das Amtsgericht Bückeburg eine Durchsuchungsberechtigung beantragt. Als Beschuldigter werde der Hauseigentümer geführt. Bei der Überprüfung des Grundstückes seien Mitarbeiter des Landkreises Schaumburg (Abfallwirtschaftsamt, Ordnungsamt), ein Vertreter der Samtgemeinde Eilsen und ein Gutachter zugegen gewesen.

Laut Auer hat die Polizei mit dem Bagger „recht umfangreich“ nach vergrabenem Müll gesucht und ist dort auch in dem Maße fündig geworden: Plastikmüll, Styropor, Teppichreste, Metallteile, Aluminium-Eingangstüren, Beton- und Holzreste, Steine und beispielsweise Pkw-Teile seien bei den Grabungsarbeiten zum Vorschein gekommen. Teilweise sei der Unrat in blauen Müllsäcken verpackt gewesen.

Nach Auskunft des Polizeisprechers sind von einem hinzugezogenen Gutachter Bodenproben entnommen worden, die nun auf Schadstoffe untersucht werden. „Die Auswertung dauert noch einige Zeit“, so Auer. Geklärt werden soll, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Boden des Grundstücks durch den Müll mit Schadstoffen belastet ist. Sollte eine Kontamination festgestellt werden, müsste das Areal gegebenenfalls ausgekoffert und die belastete Erde entsorgt werden.

„Wir haben Beweismittel, die den Vorsatz eindeutig belegen“, sagt Auer. „Unerlaubter Umgang mit Abfällen“ gemäß Paragraf 326 Strafgesetzbuch (StGB) laute der in diesem Fall maßgebliche Straftatbestand.

Abgesehen von der rechtlichen Ahndung dieses Vergehens dürfte die Angelegenheit nach Einschätzung des Polizeisprechers allein schon deshalb teuer für den Hauseigentümer werden, weil dieser den ganzen Müll und gegebenenfalls auch noch die Erde ordnungsgemäß entsorgen muss. „Die Entsorgungskosten werden erheblich sein“, meint Auer. r




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