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Nicht „jährlich“, sondern nur für dieses Jahr

Samtgemeinde bezuschusst Kinder- und Jugendarbeit der Kirche

EILSEN. Mit 15 000 Euro sponsert die Samtgemeinde Eilsen die Kinder- und Jugendarbeit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen. Dieser Betrag deckt die Hälfte der für die Stelle des Jugenddiakons pro Jahr anfallenden Kosten.

veröffentlicht am 20.02.2019 um 14:10 Uhr
aktualisiert am 20.02.2019 um 16:30 Uhr

Diakon Ingmar Everding ist bei der Bad Eilser Kirchengemeinde für die Kinder- und Jugendarbeit zuständig. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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EILSEN. Die Samtgemeinde Eilsen unterstützt die Kinder- und Jugendarbeit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bad Eilsen auch in diesem Jahr mit einem finanziellen Zuschuss. Hierfür ist ein Betrag in Höhe von 15 000 Euro in den Haushalt der Kommune eingeplant worden. Der Gewährung des Zuschusses lag ein entsprechender Antrag der Kirchengemeinde zugrunde.

Jugenddiakon-Stelle kostet 30 000 Euro pro Jahr

Erbeten wurde die Unterstützung demnach, „um auch künftig eine gute Kinder- und Jugendarbeit anbieten zu können“. Dabei wies die Kirchengemeinde in ihrem Schreiben darauf hin, dass ihr Förderkreis Jugendarbeit sowie ihre Fundraising-Gruppe bereitstünden, die über die 15 000 Euro hinausgehende Finanzierung der für die Kinder- und Jugendarbeit zuständigen Stelle weiterhin „fantasievoll und kreativ zu ermöglichen“.

Konkret bezog sich dies auf die von Ingmar Everding bekleidete Jugenddiakon-Stelle, die laut der Antragstellerin insgesamt mit Kosten in Höhe von circa 30 000 Euro pro Jahr zu Buche schlägt. Dabei unterfüttere die Kirchengemeinde „dieses Engagement zugunsten der Jugendarbeit in der Samtgemeinde zum einen mit der entsprechenden Sachausstattung, aber auch mit persönlicher und fachlicher Begleitung“.

Bei der Sitzung des Samtgemeinderates wurde der Zuschuss nicht weiter thematisiert, sondern in einem Rutsch mit der gesamten Haushaltsplanung für das laufende Jahr beschlossen. Bei der im Vorfeld abgehaltenen Tagung des Finanzausschusses der Kommune indes war der von der Kirchengemeinde gestellte Antrag als ein separater Tagesordnungspunkt abgearbeitet worden.

Dass die Kirchengemeinde in ihrem Schreiben um eine „jährliche“ Unterstützung gebeten hat, das war dem Ausschussmitglied Jens Mühe (CDU) jedoch nicht klar genug formuliert: „Jährliche“ Unterstützung – dies sei „zweideutig“ geschrieben, hatte er zu bedenken gegeben. Ihm zufolge kann man dies nämlich entweder so verstehen, dass die 15 000 Euro nur für das laufende Jahr erbeten werden, oder aber auch dergestalt, dass diese Summe für jedes Jahr beantragt wird. Der Finanzausschuss hatte seinen Beschlussvorschlag daraufhin so ausformuliert, dass der Zuschuss nur für das Jahr 2019 gewährt werde. Für die Folgejahre müsse die Kirchengemeinde bei Bedarf neue Anträge stellen, über die dann jeweils entschieden werde. Der entsprechende Beschluss war bei einer Gegenstimme gefasst worden.




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