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Waldhof wird weiter ausgebaut / Arbeitsräume und Gästezimmer für Tagungen

Schritt für Schritt

BAD EILSEN. Nach vielen Jahren des Stillstands möchte die Begegnungsstätte Stiftung Waldhof g GmbH wieder Geld in die Hand nehmen und das Gebäude in Bad Eilsen weiter als Seminar- und Tagungsstätte ausbauen. Die Stiftung ist seit 1999 Besitzerin des Waldhofes. Bisher ist nur ein etwa 90 Quadratmeter großer Raum für Vorträge und Weiterbildung nutzbar.

veröffentlicht am 25.10.2018 um 11:52 Uhr
aktualisiert am 25.10.2018 um 17:50 Uhr

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Autor:

Cord Heinrich Möhle
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BAD EILSEN. „Neue Besen kehren gut“, heißt es im Volksmund. Dieses soll auch auf den Waldhof an der oberen Harrl-Allee zutreffen, denn Herbert Peifer aus Wuppertal hat die Nachfolge von Markus Köhl (Bremen) als Geschäftsführer der Begegnungsstätte Stiftung Waldhof g GmbH angetreten. Er möchte nun wieder Geld in die Hand nehmen, um den Waldhof, der in den vergangenen Jahren eine Art Dornröschenschlaf hielt, weiter auszubauen. Schritt für Schritt sollen Arbeitsräume und Gästezimmer entstehen und außerdem, so ist es im Internet nachzulesen, sind Räumlichkeiten für eine Praxis mit „gesundheitlicher Ausrichtung“ geplant. Die gemeinnützige Stiftung ist seit 1999 Besitzerin des Waldhofes und verfolgt seitdem das Ziel, das „Baudenkmal Waldhof in seiner Schönheit zu erhalten und als Begegnungsstätte nutzbar zu machen“.

In der Begegnungsstätte haben, so die Stiftung, Menschen jeden Alters den Raum, neue Erfahrungen zu machen, Kraft zu tanken oder sich für Frieden und Versöhnung einzusetzen. Anfangs gab es hochtrabende Pläne mit Doppel- und Einzelzimmer für 40 Personen nebst vielen Gruppenräumen und einer Großraumküche. Allerdings stehen bisher nur ein etwa 90 Quadratmeter großer Seminarraum mit Vorraum und Toilette sowie Terrasse und Außengelände für Seminare, Fort- und Weiterbildungen, die sich zumeist mit komplementären Heil- und Behandlungsmethoden beschäftigen, zur Verfügung. Und die nutzbare Fläche im Waldhof soll nun aber in absehbarer Zeit vergrößert werden, wie Herbert Peifer auf Anfrage mitteilte.

Momentan spricht Peifer, der schon einmal von 1999 bis 2007 Geschäftsführer der Begegnungsstätte Stiftung Waldhof war, mit Architekt und mit dem zuständigen Denkmalpfleger. Außerdem sei er damit beschäftigt, die Finanzierung des weiteren Ausbaus sicherzustellen, betont er. Mit einigen Arbeitsräumen und weiteren Gästezimmern möchte die Stiftung erreichen, dass Seminare nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche möglich sind. Während generell die Verpflegung der Seminarteilnehmer per Catering ins Auge gefasst wird, soll dennoch eine Teeküche im Untergeschoss des Waldhofes entstehen, damit kleinere Gruppen sich selbst verpflegen können.

Der Waldhof an der oberen Harrl-Allee. In Kürze sollen weitere Räume für Seminare und Tagungen ausgebaut werden, wie der Geschäftsführer der Begegnungsstätte Stiftung Waldhof erklärt. Foto: möh
  • Der Waldhof an der oberen Harrl-Allee. In Kürze sollen weitere Räume für Seminare und Tagungen ausgebaut werden, wie der Geschäftsführer der Begegnungsstätte Stiftung Waldhof erklärt. Foto: möh

Neben einer Praxis mit gesundheitlicher Ausrichtung besteht der Plan, ebenfalls im Erdgeschoss einen offenen Bereich anzubieten, der für Kultur- und Informationsveranstaltungen genutzt werden sollte. Ein Raum der Stille beziehungsweise eine kleine ökumenische Kapelle rundet das Angebot schließlich ab.

Die Stiftung Begegnungsstätte Waldhof hat seit der Übernahme des Gebäudes nach eigenen Angaben bisher schon viel Geld in das ehrwürdige Baudenkmal investiert. So wurde das alte Fachwerk neu ausgerichtet und Teile des Fundamentes mussten erneuert werden. Zudem sind auch das Dach und die Gauben komplett saniert worden.

Der Waldhof hat in der Geschichte des Bades eine besondere Rolle. Das Gebäude auf dem 7000 Quadratmeter großen parkähnlichen Grundstück ist bereits im Jahr 1936 als Augenklinik gebaut worden. Diese Klinik hatte alsbald einen internationalen Ruf, da so renommierte Augenärzte wie Maximilian Graf Wiser und Friedrich von Tippelskirch viele Augenleiden mit komplementären Methoden sehr erfolgreich behandelten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Waldhof als Hotel genutzt.




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