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Julia Eckler bestreitet im „Fürstenhof“ eine Ausstellung mit surrealistischen Fabelwesen

Zwischen Kolibris und Kojoten

BAD EILSEN. Eine junge Frau aus der Nähe von Celle steht im Mittelpunkt der letzten Kunstausstellung dieses Jahres im Rehazentrum. Julia Eckler lieferte alle Gemälde sowie Skulpturen aus Speckstein. Sie sind nicht nur Beispiele guter handwerklicher Arbeit, sondern lassen sich durchaus als Zeugnisse einer echten künstlerischen Begabung einordnen.

veröffentlicht am 17.12.2018 um 12:24 Uhr
aktualisiert am 17.12.2018 um 17:00 Uhr

Blumen für die Künstler: (v. l. n. r.) Christine Müller, Katharina Abel, Kerstin Henke, Julia Eckler, Klaus Steinbrecher. Fotos: sig
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Autor

Siegfried Klein Reporter
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BAD EILSEN. Eine junge Frau aus der Nähe von Celle steht im Mittelpunkt der letzten Kunstausstellung dieses Jahres im Rehazentrum des Kurortes. Julia Eckler lieferte alle Gemälde sowie Skulpturen aus Speckstein. Sie sind nicht nur Beispiele guter handwerklicher Arbeit, sondern lassen sich durchaus als Zeugnisse einer echten künstlerischen Begabung einordnen.

Bereits seit ihrem fünften Lebensjahr befasste sich die Künstlerin mit Bleistiftzeichnungen. Erstaunlicherweise waren es zunächst überwiegend Tiermotive, die ihr Interesse fanden. Das hat sie in den späteren Lebensjahren regelrecht perfektioniert. Zahlreiche Beispiele dafür zeigt diese Ausstellung, die bis zum 10. Februar des kommenden Jahres zu besichtigen ist.

Auf einer Fachoberschule für Gestaltung in München lernte Eckler unterschiedliche Maltechniken kennen. Mit Acrylfarben hatte sie sich schon in jungen Jahren befasst.

„Quietsche-Entchen“ zwischen zwei Alligatoren: ein Fantasiemotiv der Malerin.

Nach einer Begegnung mit dem Künstler und Mallehrer Jim Cox in New Mexico bevorzugte sie in der Folgezeit vor allem die Ölmalerei. Während ihrer Reise durch den Süden der Vereinigten Staaten sammelte sie zahlreiche neue Eindrücke, die sie zusammen mit den Erlebnissen zu vielen Inspirationen veranlassten. Es sei keineswegs so, dass sie immer mit einem vorgefassten Plan ans Malen gehe, „die Bilder entwickeln sich vielmehr während meiner Arbeit förmlich von selbst“, so Eckler.

Trotz ihres erfolgreichen und sehr kreativen künstlerischen Schaffens finanziert die junge Frau ihren Lebensunterhalt durch das sehr rationale Arbeiten an Datenbanken.

Julia Eckler hatte ihre ersten Ölbilder in einer besonders eindrucksvollen Landschaft geschaffen. Sie hielt sich damals in den Rocky Mountains auf, wo sie zahlreiche Begegnungen mit Wildtieren hatte – zum Beispiel mit Wapiti-Hirschen, Kojoten, Luchsen, Streifenhörnchen und Kolibris. Dort habe sie ihrer Vorliebe aus Kindertagen ausführlich frönen können.

Die Aufgaben des Laudators bei der Vernissage in der Wandelhalle übernahm Klaus Steinbrecher, ein guter Freund der Künstlerin.

Er ordnete ihre Gemälde als überwiegend surrealistisch ein. „Sie sind Produkte von Träumen, Erlebnissen, Empfindungen, Wunschvorstellungen und Illusionen.“ In jedem Fall zeugten die in Bad Eilsen ausgestellten Werke auch von technisch hoher Qualität. Eckler verwirkliche sich in ihren Bildern auf eine sehr überzeugende Weise, auch wenn sie kein Kunststudium absolviert, sondern sich zusätzlich durch Kurse fortgebildet habe.

Die neue Ausstellung im Fürstenhof, die von der Freizeittherapeutin des Rehazentrums, Kerstin Henke, vorbereitet und organisiert wurde, ist zweifellos ein lohnendes Ziel für alle Interessenten sehenswerter Malkunst.

Die Vernissage wurde musikalisch begleitet von Katharina Abel (Klavier) und Christine Müller (Gesang).




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