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Dackel muss Workaholic Anton ins Familienleben zurück holen

Ach, du dicker Hund! Churchill und das „Wautsyndrom“

HADDESSEN/PÖTZEN. Vor wieder mal ausverkauftem Saal war der goldige Dackel „Churchill“ der Publikumsliebling. Er mußte in dem Stück der Theatergruppe Haddessen herhalten, um den Workaholic Anton (Marco Grüneberg) auf mysteriöse Weise ins Familienleben zurück zu holen.

veröffentlicht am 28.01.2019 um 13:08 Uhr

Dackel „Churchill“ avancierte zum Publikumsliebling. Foto: kke

Autor:

Karin Kellerer
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Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Jens Manentzos (gleichzeitig Bühnenbauer) begrüßte die Gäste und wies darauf hin, dass der Vorhang zwischendurch zwei Minuten geschlossen bleibt. „Aber keine Sorge, einfach abwarten und stillhalten, das Stück geht weiter“. Damit hatte er die Lacher schon auf seiner Seite. Und so lustig ging es auch weiter. Es rollte die ein oder andere „Lachträne“. Das Ensemble begeisterte mit charmanter und witziger Art und Weise das Publikum über mehr als zwei Stunden. Antons Frau Luise (Teufelsweib) erbt einen finanziellen Betrag unter der Voraussetzung, dass sie sich um den von Anton gehassten Dackel kümmert. „Fußhupe, Missgeburt, Kanalratte“ – so nennt er den süßen Dackel. Ehefrau, Tochter, Mitarbeiter, Nachbarin und sogar der Hausarzt reden ihm ein, dass kein Hund existiert. Er bilde ihn sich lediglich ein. Der Arzt diagnostiziert „Wautsyndrom“. Das bewegt Anton dazu, kürzer zu treten.

Die witzige Handlung dreht sich in der zweiten Hälfte in das totale Gegenteil um. Anton geht mit einem unsichtbaren Hund Gassi und alle fragen sich: „Wer ist hier eigentlich krank? Er oder wir?“ Ein Wirrwarr um die Existenz von Churchill beginnt. Anton verspricht Rache, wie sie noch keiner gesehen hat. Die blühende Fantasie geht mit allen Beteiligten durch und am Ende folgt ein Happy End. Aber mehr sei hier nicht verraten. Packen Sie Ihren „Picknick-Korb“ und lassen Sie sich in der Schützenhalle in Pötzen überraschen, wie das lustige Drama endet.

Es lohnt sich, und das Mitbringen von Verpflegung ist erlaubt. Eine schöne Einrichtung, die zu einer gemütlichen Atmosphäre beiträgt. Getränke gibt es vor Ort. Bei den Gästen wird unter der Hand gehandelt, dass das nächste Theaterstück „Tratsch im Treppenhaus“ heißen könnte. Wer weiß? Tosender Applaus und Dank an die Darsteller Detlef Henke, Marion Scharff, Jasmin Schwarzenberg, Thorben Drews, Maren Homeier, Marco Grüneberg und die Regisseurin Martina Drews.

Wer ist denn nun verrückt??? Foto: kke



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