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„Da ist noch viel Konjunktiv im Spiel“

Auf der Suche nach Standort für neuen Kindergarten

HESSISCH OLDENDORF. Um die in der Kernstadt noch fehlenden Plätze für Mädchen und Jungen unter drei Jahren und für zwei Gruppen in einer Kindertagesstätte zu schaffen, haben sich die Verantwortlichen der Stadtverwaltung Gedanken gemacht. Es wird den Politikern die Erweiterung der Krippe „Pusteblume“ an der Goethestraße vorgeschlagen. Das Bauvorhaben soll 2020 umgesetzt werden. Wo der 2-Gruppen-Kindergarten entstehen wird, soll noch im Rahmen einer Vorplanung untersucht werden.

veröffentlicht am 06.06.2019 um 18:11 Uhr

„Zur Stärkung der Innenentwicklung muss ein Standort in der Innenstadt mitbetrachtet werden.“ Heiko Wiebusch, Fachbereichsleiter Bauen und Wirtschaft

Autor:

PETER JAHN
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Dabei kommt ein Standort in der Weserstraße, also in der Altstadt, als auch ein Bau etwas außerhalb an der Henningstraße infrage.

Wie Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch in der Sitzung des Ausschusses für Bau, Umwelt-, Feuerschutz und Energiemanagement ausführt, ist es recht einfach, die Krippe in der Goethestraße zu erweitern. „Ein zweiter Bauabschnitt ist bereits vorgeplant“, betont er und zeigt den Plan auf der großen Leinwand im Sitzungssaal des Rathauses.

Im rückwärtigen Bereich der Krippe soll der Anbau erfolgen. Die Zufahrt während der Bauzeit, die er auf drei bis sechs Monate schätzt, da es sich um einen Massivbau handele, der Trockenzeit benötige, sei auch geregelt, erklärt der Fachbereichsleiter. Die Befürchtung von Ausschussmitgliedern, die sich über Störungen durch Baulärm Gedanken machen, kann er abmildern, da meist in der Ferienzeit gebaut werden könne und in der bestehenden Krippe ein Flur an den Neubau grenze.

Die Kreissiedlungsgesellschaft soll mit der Vorplanung für die beiden Vorhaben „Erweiterung Krippe Goethestraße“ und „Neubau Kindergarten Hessisch Oldendorf“ beauftragt werden. Unabhängig von der noch ausstehenden Entscheidung für den Standtort des Neubaus des 2-Gruppen-Kindergartens soll zur Sicherung eines Grundstückes ein Grundstück in der Henningstraße mit einer Größe von rund 2500 Quadratmetern erworben werden.

Derzeit ist jedoch noch nicht klar, ob der Kindergarten dort entstehen soll. Es gibt mehrere Optionen. „Da ist noch viel Konjunktiv im Spiel“, sagt Wiebusch. Möglich ist der Bau an der Henningstraße gegenüber dem bestehenden Kindergarten im Baugebiet „Kösters Kamp“, aber auch in der Innenstadt. „Zur Stärkung der Innenentwicklung muss ein Standort in der Innenstadt mitbetrachtet werden“, betont der Amtsleiter.

Um einen Kindergarten bauen zu können, werden in jedem Fall rund tausend Quadratmeter Fläche benötigt. Die sind auf dem ehemaligen Grundstück Pörtner in der Weserstraße 4 vorhanden. Derzeit ist dort noch der Bau von Eigentumswohnungen geplant. Allerdings „ist noch nicht klar, ob Jürgens das Projekt realisieren wird“, führt Wiebusch in der Sitzung des Fachausschusses aus.

Gelingt es dem Investor nicht und die Stadt will auf dem Gelände den Kindergarten bauen, werden Kauf und Abriss notwendig. Ausgeschlossen werden könne indes aber auch nicht, „dass kurzfristig noch ein neuer Standort in der Innenstadt dazu kommt“, lässt Wiebusch noch eine weitere Möglichkeit offen.




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