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Besucher schnuppern Landluft und hören treffende Texte

„Bei Katrin und Klaus auf’m Land“

HADDESSEN. Mücken summen, Maikäfer brummen, Hühner gackern und Kühe kommunizieren miteinander und das alles unter dem Dach der Süntelscheune. Wenn man genau hinhört, nimmt man das Vogelgezwitscher draußen wahr, um dann wieder ganz Ohr zu sein, wenn es um die Aspekte des Landlebens geht. Zum Thema „Landluft“ tragen die Mitglieder der Literaturschmiede des Culturvereins Hessisch Oldendorf einen bunten Strauß an Texten vor.

veröffentlicht am 05.05.2019 um 16:58 Uhr

Sechs Frauen und ein Mann: Die Mitglieder der Literaturschmiede lesen Texte und Gedichte rund ums Landleben. Foto: LD

Autor:

LENE DIBBERN
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Da ordert der Kleingärtner bei einem Landmaschinenhersteller eine Erntemaschine, um sein 385 Quadratmeter großes Gartengelände bewirtschaften zu können. Ist das Haus in Brandenburg wirklich so erstrebenswert, um dafür die Hauptstadt Berlin zu verlassen? Das Huhn, das vom Fliegen träumt, steht vermutlich für den Menschen, der sein eigenes Leben in die Hand nehmen möchte. Die Zuhörer hören vom verklärten Blick der Städter, die ins Alte Land kommen, „um uns Landwirte mit ihren Ökopredigten zu nerven“. Eine Fabel, französisch und deutsch vorgetragen, lehrt, dass „die Arbeit ein Schatz“ ist. Da wird der Großmutter mit Erinnerungen an ihre Liebe zum Garten ein Denkmal gesetzt und sich gewundert, dass Kühe eine Sprache haben. Natürlich kann fast jeder mitsprechen, als es um den Birnbaum des Herrn von Ribbeck geht. Die Scheune von Katrin Hilpert und Klaus Peters bildet an diesem Maiabend die perfekte Kulisse und die Zusammenstellung der Texte und Gedichte von nachdenklich bis ironisch lässt die Gäste die Kühle fast vergessen. Matthias Risau-Klöpper rundet das Programm mit den Reinhard-Mey-Texten von Ilse und Willi auf dem Land und den Maikäfern, die es nicht mehr gibt, perfekt ab. Anja und Dr. Uwe Förster, Monika Faust, Ruth Henning, Gabriele Lingen, Bärbel Waßmuth und Ingrid Hoff erfüllen einmal mehr die Erwartungen der Besucher. Sie wissen aus Erfahrung, dass die Mitglieder der Literaturschmiede stets eine vielseitige Auswahl zusammenstellen. Wenn Jacqueline Schue sich für „das einzigartige Erlebnis in der stimmungsvollen Scheune mit den vielen so liebevoll ausgewählten Beiträgen, die so gekonnt mit Herzblut vorgetragen wurden“, bedankt, spricht sie vermutlich vielen der über 40 Besuchern der Lesung aus dem Herzen. Freuen darf sich der Trägerverein des Süntelbades, denn die Spenden des Abends sind für dessen Kinder- und Jugendarbeit bestimmt.




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