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Regenwetter und mangelnde Vorarbeiten verzögern den Zeitplan

Brückenabriss mit Verspätung

FUHLEN. Am Montag stand sie noch – obwohl die Brücke laut Zeitplan schon komplett abgebaut sein sollte. Eigentlich war geplant, dass schon am Samstagmorgen die ersten zwei von insgesamt acht Teilen aus der alten Fuhler Brücke herausgetrennt werden, so dass der Abbau bis Sonntagnachmittag abgeschlossen ist. Doch Schaulustige, die schon am Wochenende auf spektakuläre Beobachtungen gehofft hatten, wurden eher enttäuscht.

veröffentlicht am 28.01.2019 um 16:45 Uhr

Gestern Nachmittag waren die Bögen der Brücke bereits abgetrennt und die Arbeiter damit beschäftigt, den mittleren Teil der verbliebenen Stahlkonstruktion herauszuschneiden. Foto: jsp
Jens Spickermann

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Etwa einen Tag sei man gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan im Rückstand, teilte Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Geschäftsbereich Hameln, am Montag mit.

Am Samstag sei das Abrissunternehmen noch vorwiegend mit vorbereitenden Arbeiten beschäftigt gewesen. Was eigentlich für Sonntag geplant war, konnte daher erst am Montag stattfinden.

Für die Verzögerung gebe es im Wesentlichen zwei Gründe: Einerseits mussten noch Fahrbahn-Querträger von der Brücke abmontiert werden, damit die einzelnen Stücke für den bereitgestellten Kran nicht zu schwer sind. Theoretisch hätte das schon früher erfolgen können. Die Demontage der Querträger sei aber eine kurzfristige Entscheidung auf Anraten eines Statikers gewesen, erklärt Werner Otto, Geschäftsführer des Abrissunternehmens auf Nachfrage. Der zweite Grund für die Verzögerung war das Wetter: Wegen des Regens hat der Wasserstand der Weser am Wochenende stark geschwankt, berichten Otto und Brockmann. Der Wasser-Füllstand der Schuten, die das Bauwerk während der Demontage abstützen sollten, habe deswegen immer wieder neu angepasst werden müssen. Am Montagvormittag waren dann immerhin die Bögen der Brücke verschwunden. Nachmittags wurde dann das erste Teil der verbliebenen Konstruktion herausgehoben.

Bis zum Abend sollte laut Abrissunternehmen dann wirklich die ganze Brücke abgebaut sein. Man könne dafür zur Not auch nach Sonnenuntergang noch unter Flutlicht weiterarbeiten, sagte Werner Otto.




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