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Projekte gehen in die heiße Phase

Diese Bauvorhaben beschäftigen die Stadt im neuen Jahr

HESSISCH OLDENDORF. Je umfangreicher die Planungen, desto länger dauert es in der Regel, bis erste Erfolge auch sichtbar sind – das gilt in der Kommunalpolitik in besonderem Maße. Im Jahr 2018 haben Politik und Verwaltung einige Bauvorhaben in die Wege geleitet, die lange vorbereitet wurden und 2019 abgeschlossen werden könnten:

veröffentlicht am 02.01.2019 um 17:24 Uhr

Das Baxmann-Zentrum wird die Stadt auch im neuen Jahr beschäftigen. Fertiggestellt wird der Umbau 2019 aber nicht. Foto: dana
Jens Spickermann

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Ungefähr ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem die Stadt bekanntgegeben hat, was zukünftig mit dem „Pörtner-Haus“ in der Innenstadt geschehen soll. Nachdem die Immobilie lange leergestanden hatte, sind die Planungen nun umfangreich: Neben moderner Wohnbebauung, der ein Teil des Gebäudes weichen muss, soll das ehemalige Lagergebäude des Altbaus zu einem „Stadthaus“ umfunktioniert werden. Für diesen Zweck fließen großzügige Fördermittel an die Stadt. Insgesamt wird das Vorhaben voraussichtlich eine Million Euro Kosten – den Großteil finanzieren das Amt für Regionale Landesentwicklung und das Land Niedersachsen.

Die Stadtbücherei könnte nach dem Umbau mit einem Lese-, Spiel- und Medienraum dort einziehen. Das Stadthaus soll zudem als Treffpunkt für Vereine, als Veranstaltungsort und für Kinder- und Jugendprojekte dienen. Verschiedene Sozialberatungsstellen, die bislang die Räume des Rathauses nutzten, sollen nach dem Konzept der Stadt in dem Lagerhaus ihre Anlaufstellen eröffnen. Ursprünglich war auch in der Diskussion, dass das Café International dort einziehen könnte. Seit Ende des Jahres ist nun aber klar: Dieser Plan wird verworfen, da der Begegnungsort im neuen Jahr nicht weitergeführt wird. Mit den näheren Planungen zum Pörtner-Haus hat sich die Stadt im Juli und August beschäftigt. Nachdem die Ergebnisse der entsprechenden Ausschreibung vorliegen, soll das Bauvorhaben in Angriff genommen werden.

„Die Ausschreibungen laufen zurzeit. Das Ergebnis wird im Februar/März erwartet“, teilt Sven Satter, Vorsitzender des Bauausschusses mit. Die Bauarbeiten sollen dann direkt im Anschluss beginnen.

Die ehemalige Zuckerfabrik wird verkauft. Was dort entstehen wird, ist aber noch nicht bekannt. Foto: dana
  • Die ehemalige Zuckerfabrik wird verkauft. Was dort entstehen wird, ist aber noch nicht bekannt. Foto: dana

Eine lange Vorgeschichte hat mittlerweile der geplante Umbau des Baxmann-Zentrums: Schon vor etwa zwei Jahren hat die Politik über Möglichkeiten beraten, wie die Immobilie erhalten und nutzerfreundlich umgestaltet werden kann. Die Politik hat sich auf einen von drei Entwürfen eines Architekturbüros geeinigt: Das Foyer soll ebenso wie das Restaurant künftig von Vereinen genutzt werden können, der alte Küchenbereich könnte als Foyer beziehungsweise Saal dienen, der Erweiterungsbereich der Küche soll zur Übergabe-Küche umfunktioniert werden. Mittlerweile liegen der Verwaltung auch die Ergebnisse der Kostenkalkulation vor. „Das Ergebnis wird verwaltungsseitig aufgearbeitet“, sagt Sattler. In einem der nächsten Bauausschüsse solle es dann öffentlich gemacht werden.

Für notwendige energetische Sanierungen hat der Rat bereits Geld im Haushalt 2019 zur Verfügung gestellt – für das gesamte Bauvorhaben werde das aber bei weitem nicht reichen. Obwohl das Baxmann-Zentrum die Stadt schon geraume Zeit beschäftigt, wird sie das Thema auch über 2019 hinaus begleiten: „Ein kompletter Umbau und Ausbau ist für 2019 noch nicht vorgesehen“, sagt Sattler. So ist die Neugestaltung des Gebäudes zwar beschlossene Sache, wird aber noch einige Zeit auf sich warten lassen.

Im Gegensatz zum Baxmann-Zentrum ist bezüglich der ehemaligen Zuckerfabrik noch völlig unklar, was zukünftig an der Stelle des maroden Gebäudes stehen wird. Dass sich etwas verändern wird, ist aber sehr wahrscheinlich, denn die Stadt versucht derzeit das Grundstück samt Fabrikgebäude zu verkaufen. „Da hat es ein Bieterverfahren gegeben“, sagt Sattler. „Seitens der Verwaltung ist da einiges passiert.“ Da es sich um ein nichtöffentliches Verfahren handele, dürfe er zum Stand der Dinge allerdings noch nichts sagen. Ob die Fabrik zugunsten eines neuen Gebäudes abgerissen oder ob es erhalten wird, bleibt deshalb zunächst unklar. Laut der städtischen Ausschreibung wäre beides möglich. Bei der Entscheidung für einen Bieter legt die Stadt laut Beschluss ein größeres Augenmerk auf das vorgelegte Nutzungskonzept als auf die angebotene Summe. Falls jedoch kein überzeugendes Konzept vorgeschlagen werden sollte, könnte der Stadtrat noch gegen den Verkauf stimmen.

Ein weiteres Vorhaben, das auch für die Sicherheit der Stadt relevant ist, soll in 2019 mindestens teilweise fertiggestellt werden: der Umbau beziehungsweise Anbau des Feuerwehrgerätehauses.

Relativ sicher sei, dass in diesem Jahr der Bau einer Nebenhalle fertiggestellt wird, sagt Sattler. Das sei eine Voraussetzung dafür, um im Anschluss im Inneren des Gebäudes umbauen zu können. Schließlich müsse erst einmal Platz für herumstehende Gerätschaften geschaffen werden, damit überhaupt Platz für die Bautätigkeiten vorhanden ist. Wenn alles gut läuft, könnte sogar die gesamte Maßnahme im laufenden Jahr fertiggestellt werden.




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