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Tier-Auktion für den guten Zweck

Elite-Tauben bringen Geld: 4045 Euro für Sonnental-Schule

HEßLINGEN/FUHLEN. Beim Thema Tauben scheiden sich die Geister: Für die einen sind sie die „Ratten der Lüfte“, andere hegen und pflegen sie und sind bereit, ein kleines Vermögen für sie zu bezahlen. Marcus Buchmeier hat es geschafft, gespendete Tauben bei einer Auktion zu versteigern: 4045 Euro sind zusammengekommen.

veröffentlicht am 06.01.2019 um 14:42 Uhr

Schüler der GS Sonnental bei der Geldübergabe. V.li. Lukas Lülf, Lara Lülf, Emmi Buchmeier, Karl Buchmeier. Foto: pr
Jens Spickermann

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Jens Spickermann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Das Geld kommt der Grundschule Sonnental zugute. Im Schnitt hat jede versteigerte Taube um die 80 Euro eingebracht – für eine zahlte ein Vogelliebhaber sogar 290 Euro. Buchmeier, dessen Kinder die Grundschule Sonnental besuchen, ist selbst leidenschaftlicher Züchter. Seit 1996 beteiligt es sich auch an Brieftauben-Wettbewerben, bei denen die Tiere 300 bis 400 Kilometer zurücklegen müssen. Auf die Idee, die Vögel zu versteigern und das Geld für einen guten Zweck zu spenden, kam er vor elf Jahren zum ersten Mal. Damals spendete er das Geld für die BDH-Klinik, weil gerade der Vater eines Freundes von ihm dort behandelt wurde. 2016 sammelte er dann auf diese Weise Geld für den Kindergarten in Fuhlen.

Aus ganz Deutschland hat Buchmeier gespendete Tauben organisiert. „Ich schreibe dafür bundesweit Züchter an. Eigentlich die Elite“, erzählt er. Die Aktion kostete einiges an Aufwand, denn viele der Tiere musste er selbst mit dem Auto holen. Alles in allem war er vier bis fünf Wochen damit beschäftigt.

Auf einer Online-Plattform hat er die Tauben zum Verkauf angeboten. Bei einer Austellung in Fuhlen hatten die Besucher noch die Möglichkeit, die Höchstgebote zu toppen, so sind gute Preise zustande gekommen. Bei den Tieren handelt es sich nämlich nicht um Durchschnitts-Tauben, sondern um solche, dien dafür gezüchtet wurden, bei Brieftauben-Wettbewerben 300 bis 400 Kilometer in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen.

Nochmal möchte er den Aufwand nicht auf sich nehmen, wie er sagt. „Aber ganz sicher bin ich da noch nicht.“ Das Geld könnte die Grundschule gut für ein Whiteboard – eine digitale Tafel gebrauchen, sagt Natalie Evans, Vorsitzende des Fördervereins. Die würde ungefähr 7000 bis 8000 Euro kosten. Sicher sei dieser Verwendungszweck aber noch nicht, die Verantwortlichen würden darüber noch beraten.




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