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Stadtfeuerwehr zieht Bilanz

Feuerwehren im Umbruch

HESSISCH OLDENDORF. Insgesamt 149 Mal sind die Feuerwehren im Stadtgebiet im letzten Jahr ausgerückt. In allen Fällen müssen die Männer und Frauen, die im Ehrenamt ihren Dienst verrichten, davon ausgehen, dass Gefahr für Leib und Leben anderer Menschen droht.

veröffentlicht am 10.03.2019 um 16:20 Uhr

Einer der Einsätze im vergangenen Jahr: Die Freiwilligen der Feuerwehr sind zu einem Flächenbrand in Haddessen ausgerückt. Foto: archiv/fn

Autor:

PETER JAHN
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Ärgerlich sind dabei die 25 Fehlalarme, die im vergangenen Jahr den Brandschützern einen Teil ihrer Freizeit raubten.

Das Gros der Einsätze zu denen die Hessisch Oldendorfer Feuerwehrleute im Laufe von zwölf Monaten gerufen werden, sind Hilfeleistungen. Beim Jahrestreffen der Funktionsträger nennt Stadtbrandmeister Karsten Redeker die verschiedenen Einsatzarten. Es werden vermisste Personen gesucht, Unfallstellen ausgeleuchtet, umgestürzte Bäume zersägt, um nach einem Sturm Straßen wieder freizubekommen, Verletzte aus unwegsamem Gelände geholt, eingeklemmte Menschen aus Unfallfahrzeugen geborgen und natürlich auch Feuer gelöscht.

Nicht immer kann das Ziel, Menschen zu retten, erreicht werden. Auch im vergangenen Jahr kommt in zwei Fällen die Hilfe zu spät, da die Verletzungen der Opfer zu schwer sind.

Bürgermeister Harald Krüger betont, dass man den Feuerwehrleuten nicht genug für ihre ehrenamtliche Arbeit danken kann. In 24 Ortsfeuerwehren sind es 588 ausgebildete Feuerwehrleute, darunter 97 Frauen, die Tag und Nacht zur Stelle sind, wenn sie gerufen werden. Außer bei 93 Hilfeleistungen sind die Freiwilligen im vergangenen Jahr auch bei 29 Bränden zur Stelle, um diese zu löschen und damit noch größeren Schaden zu verhindern. Bei den Löscheinsätzen handelt es sich um drei Groß- und fünf Mittelbrände, wie Redeker erklärt.

Damit auch in Zukunft genügend Feuerwehrmänner und –frauen zur Verfügung stehen, ist es wichtig, dass rechtzeitig Nachwuchs gesucht wird. In acht Kinderfeuerwehren und 16 Jugendfeuerwehren bereiten sich Kinder und Jugendliche darauf vor, später einmal in die Fußstapfen der heutigen Feuerwehrleute zu treten. „Jugendarbeit ist ein wichtiger Eckpfeiler“, führt Krüger aus.

Neben dem Willen zur ehrenamtlichen Arbeit kommt es auch darauf an, dass die Feuerwehren gut ausgerüstet sind. Dafür stellt die Stadt das Geld bereit. Auch die nötigen Baumaßnahmen werden finanziert.

„Feuerwehr im Umbruch“, nennt der Bürgermeister, was sich derzeit vollzieht. In Großenwieden und Kleinenwieden steht die Fusion von Ortswehren an, bei der Schwerpunktwehr in der Kernstadt wird das Feuerwehrhaus im Steinbrinksweg erweitert und dabei auch ein Jugendraum geschaffen. Dort ist auch ein neuer Messwagen vom Landkreis stationiert. Redeker hebt das Team Absturzsicherung hervor, das auf Initiative von Daniel Funk und Lars Clavey ins Leben gerufen wurde. „Ich freue mich darüber, dass sich junge Kameraden mit ihren Ideen einbringen, um uns als Stadtfeuerwehr nach vorne zu bringen.“




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