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Mehrere Tiere seit Tagen verschwunden – und auf der anderen Weserseite wiedergefunden

Fischbecker in Sorge um ihre Katzen

FISCHBECK. An Zufall mag niemand mehr glauben: In Fischbeck sind in den vergangenen Wochen gleich mehrere Katzen spurlos verschwunden. Ob „Sky“, „Jamie“, „Tasso“, „Frieda“ oder „Tabby“, alle sind weg. Bereits im vergangenen Jahr hatten Katzenhalter ihre Stubentiger vermisst. Einige von ihnen wurden später gefunden – in Dörfern auf der anderen Weser-Seite.

veröffentlicht am 06.06.2019 um 18:45 Uhr

Seit dem Himmelfahrtstag ist Maine Coon-Kater „Tabby“ verschwunden. Die Katze wurde bereits Anfang Mai vermisst. Eine Frau aus Hope entdeckte den Kater im Hamelner Ortsteil. Foto: Mandy Neumann-Johnstons
Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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Mandy Neumann-Johnstons Familie bangt seit dem Himmelfahrtstag um ihren Maine Coon-Kater „Tabby“. Der hell-rötliche Kater, der sich eigentlich keine 250 Meter vom Haus entfernt, ist seit dem 30. Mai nicht mehr gesehen worden. Das Kuriose: „Tabby“ war schon Anfang Mai mehrere Tage lang verschwunden. Bis ihn Heidrun Raacke im Hamelner Ortsteil Hope entdeckte. Die Tierfreundin hatte im Internet gelesen, dass die gechipte Katze in Fischbeck als vermisst galt, und setzte sich mit den Besitzern in Verbindung.

Zunächst also ein Happy End. Doch nun ist „Tabby“ erneut weg. Wieder sorgen sich die Fischbecker um ihre Katze. Die 35-Jährige vermutet, dass ein Unbekannter die Katzen im Stiftsdorf einfängt und jenseits der Weser aussetzt. „Es wurden auch schon Katzen in Friedrichshagen wiedergefunden. Ich glaube, dass es dem, der so etwas macht, wichtig ist, dass die Katzen über die Weser gebracht werden. Damit die Tiere keine Möglichkeit haben, zurückzufinden“, sagt Neumann-Johnston. Dass Katzen durch die Weser geschwommen oder über die Weserbrücke gelaufen sind, glaubt die Fischbeckerin nicht.

Ähnliche Geschichten können auch andere Katzenhalter erzählen. Auch Sonja Howells. Die Frau aus Fischbeck vermisst ihren weißen Kater „Sky“. Auch „Sky“ ist nicht zum ersten Mal weg. Im Mai vergangenen Jahres war der Kater mehrere Tage fort, bis er wiedergefunden wurde – auch auf der anderen Weserseite. Schwimmen sei wirklich nicht sein Ding, meint seine Besitzerin. „Sky“ sei höchstens einmal in den Nährenbach gefallen, erinnert sich die Fischbeckerin. Mandy Neumann-Johnston und Sinja Howells wissen, dass von noch mehr Katzen im Stiftsdorf jede Spur fehlt. Die Frauen haben von circa zehn Tieren Kenntnis, deren Besitzer nach ihren Lieblingen suchen. Einige der Samtpfoten verschwanden am gleichen Tag – am Vatertag. „Katzen können zwar schwimmen, doch würden normale Hauskatzen nicht ohne Weiteres durch die Weser schwimmen “, erklärt Professor Dr. Holger Volk von der Tierärztlichen Hochschule Hannover.




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