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Karl-Heinz Beerberg gibt nach 30 Jahren die Verantwortung ab

Grillplatz braucht neuen Kümmerer

FISCHBECK. Der Fischbecker Grillplatz hinter dem Taubblindenwerk ist beliebt. Für Grillabende mit Freunden, Familienfeiern oder Betriebsausflüge stehen eine überdachte Hütte mit Feuerstelle sowie Tische und Bänke bereit – und trotz der im Sommer hohen Besucherfrequenz war bisher von Müll oder sonstigen Hinterlassenschaften kaum etwas zu sehen.

veröffentlicht am 04.01.2019 um 16:29 Uhr

Karl-Heinz Beerberg hat den Fischbecker Grillplatz 30 Jahre lang gepflegt. Vor zwei Jahren musste seine Frau Erika das schon übernehmen. Foto: jsp
Jens Spickermann

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Jens Spickermann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Das ist das Verdienst von Karl-Heinz Beerberg aus Fischbeck, der den Grillplatz 30 Jahre lang gepflegt hat. Aus gesundheitlichen Gründen kann er sich darum nun aber nicht mehr kümmern. Bis zu drei Mal am Tag hat er am Grillplatz nach dem Rechten gesehen, wie er sagt. Angemeldete Gäste konnten jahrelang bei ihm das Grillrost für die Feuerstelle sauber abholen – und dreckig wieder abgeben. Beerberg hat die Aufgaben komplett unentgeldlich übernommen. Doch innerhalb der letzten zwei Jahre musste gesundheitsbedingt schon seine Frau Erika für ihn einspringen.

Wer Beerbergs Aufgabe in Zukunft übernehmen könnte, ist noch ungeklärt. Wenn sich aber niemand kümmert, droht der Platz vermüllen: Beerberg hat über die Jahre schon manche unliebsame Erfahrung mit den Hinterlassenschaften der Grillplatznutzer gemacht und alles wieder in Ordnung gebracht.

Leere Flaschen und Müll bleiben oft zurück, besonders wenn Gruppen dort grillen, die sich nicht vorher angemeldet haben, erzählt Beerberg. Manchmal würden auch die Tische beschädigt, indem Einweg-Grills darauf gestellt werden, die dann Löcher in das Holz brennen. Zwei Mal seien sogar Bänke gestohlen worden.

Weil Beerberg immer alles direkt in Ordnung gebracht hat, sei der Grillplatz im Ortsrat nie ein Thema gewesen, sagt Ortsratsmitglied Michael Kipp (CDU). „Er muss den Platz behandelt haben, wie seinen eigenen Garten“, lobt er. Ein Nachfolger für Beerberg sei noch nicht gefunden.




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