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Elternvertreter kritisieren Kita-Pläne der Stadt

In Rumbeck rumort es

FISCHBECK/RUMBECK. Bei Rumbecker Eltern sorgt die Verlegung von Kita- und Krippenplätzen für Unruhe. Im jüngsten Ausschuss für Schule, Familie und Sport haben Elternvertreter ihre Bedenken dazu geäußert. Eigentlich sollen die Maßnahmen, die der Ausschuss letztendlich einstimmig abgesegnet hat, die Kita-Platz-Situation entspannen.

veröffentlicht am 08.02.2019 um 16:55 Uhr

Von der Kita Fischbeck soll eine Integrationsgruppe nach Rumbeck verlegt werden. Foto: fn
Jens Spickermann

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Unter anderem ist der Neubau einer Einrichtung vorgesehen und eventuell ein Anbau an die Kita „Pusteblume“ in der Goethestraße (wir berichteten). Da allerdings in Fischbeck und der Kernstadt hoher Bedarf besteht, der Südweserbereich hingegen als leicht überversorgt gilt, möchte die Stadt eine Art Verschiebetechnik anwenden, um dem akuten Mangel entgegenzuwirken. Als eine von mehreren Maßnahmen wird die Integrationsgruppe der Kita Fischbeck in die Kita nach Rumbeck verlegt. Aufgrund verschiedener Betreuungsschlüssel für behindere und nichtbehinderte, beziehungsweise Kinder unter drei und über drei Jahren, entstehen dadurch in Fischbeck zusätzliche Kindergartenplätze, während in Rumbeck einige wegfallen. Umgesetzt wird die Maßnahme voraussichtlich zum 1. August.

Insgesamt bietet die Einrichtung in Rumbeck gute Bedingungen für eine Integrationsgruppe, da sie unter anderen barrierefrei ist, wie Margareta Seibert vom Fachbereich Soziales erläuterte. Auch behinderte Kinder unter drei Jahren könnten dort erstmals betreut werden. Dass sich durch die Aufnahme von Kindern mit Handicap die Anzahl der regulären Plätze reduziert, sieht die Stadt als hinnehmbar an, da die Nachfrage ohnehin nicht so groß sei.

Dieser Einschätzung widersprachen im Ausschuss aber Väter aus Rumbeck: Weil die Betreuung in Rumbeck nur bis maximal 14 Uhr möglich sei, würden viele Familien ihre Kinder von vornherein in einem anderen Stadtteil anmelden. Der Bedarf sei also durchaus vorhanden, nur gebe es für viele nicht das passende Angebot.

Ein Vorschlag von Klaus Brzesowsky, den Beschluss über die Verlegung der Integrationsgruppe zu verschieben, stieß nicht auf Zustimmung, so dass der Beschluss letztendlich einstimmig gefasst wurde.

Um den tatsächlichen Betreuungsbedarf im Südweserbereich zu ermitteln, sollen nun erneut die Eltern befragt werden.




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