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Winter wird noch abgewartet

Kanu-Anleger kommt erst im Frühjahr

GROSSENWIEDEN. Das Kanufahren ist an der Weser zunehmend beliebt. Um das Flussufer in Großenwieden für Wassersportler aufzuwerten, ist die Idee entstanden, dort einen Schwimmanleger für Kanus und verschiedene Bootstypen zu installieren.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 11.10.2018 um 20:30 Uhr

An dieser Stelle möchte die Stadt einen Schwimmanleger installieren, der für Kanus und verschiedene Bootstypen geeignet ist. Foto: dana
Jens Spickermann

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Der Anleger kommt – das ist mittlerweile ziemlich sicher. Dass er, wie ursprünglich geplant, noch in diesem Jahr gebaut wird, ist jedoch eher unwahrscheinlich, wie Hermann Faust von der Stadtverwaltung auf Nachfrage mitteilt. Eigentlich sollten die Arbeiten in diesem Herbst beginnen und bis Ende des Jahres abgeschlossen werden.

Fördermittel, die die Stadt beantragt hatte seien mittlerweile zugesichert worden. Der endgültige Genehmigungsbescheid liege zwar noch nicht vor, dafür aber eine Mitteilung, dass ein Kostenanteil durch Fördermittel beglichen werden und die Arbeiten schon beginnen könnten. Erforderlich sei allerdings noch eine wasserrechtliche Genehmigung durch das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, erläutert Faust. „Sobald die zustimmen, können wir ausschreiben.“

Eventuell könnten im laufenden Jahr schon die Fundamente gegossen werden, sagt Faust. Weil der Wasserstand der Weser zurzeit relativ niedrig sei, seien die Voraussetzungen dafür günstig. Es komme aber darauf an, ob sich bei der Ausschreibung ein Bauunternehmen findet, dass noch in diesem Jahr die Zeit dafür aufbringen kann.

Der Schwimmanleger selbst solle voraussichtlich aber erst im Frühjahr aufgebaut werden. Voraussetzung für die Genehmigung sei nämlich, dass die Konstruktion in jedem Winter entfernt wird. Das sei bei dem Kanu-Anleger in Fuhlen auch so, sagt Faust. Grund sei, dass sich zur kalten Jahreszeit Eisschollen an dem Anleger bilden können, die der Strömung eine große Angriffsfläche bieten, so dass der Anleger abgerissen werden und über den Fluss treiben könnte.

Deshalb lohne es sich ohnehin nicht, den Anleger noch in diesem Jahr aufzubauen, um ihn kurze Zeit später wieder abbauen zu müssen. „Wahrscheinlich wird es deswegen so sein, dass wir erst im Frühjahr damit anfangen“, so Faust.

Für die meisten Wassersportler dürfte vor allem von Bedeutung sein, dass der Anleger in der kommenden Saison voraussichtlich wie geplant einsatzbereit sein wird. Im Winter würden nämlich allenfalls Profi-Sportler im Kanu über die Weser fahren, meint der Verwaltungsmitarbeiter.




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